Mein Monatsrückblick März 2016

Gelesen:

Leider habe ich im März nur 5 Bücher gelesen. Mein Umzug bzw. die Auflösung meines Zweitwohnsitzes am Bodensee hat doch etwas mehr Zeit, Nerven und leider auch Tränen gekostet, als ich zunächst dachte, sodass ich mehr als eine Woche fast überhaupt nicht zum Lesen kam. Aber immerhin sind im vergangenen Monat dann doch exakt 2000 gelesene Seiten zusammengekommen, also durchschnittlich 64,5 Seiten pro Tag.

Das erste Buch, das ich im März gelesen habe, Widerrechtliche Inbesitznahme von Lena Andersson, war dann auch gleich mein Highlight des Monats – ein wunderbarer, kluger und philosophischer Roman über das Unglück der Liebe. Ansonsten war mir jedoch wieder eher nach Mord, Totschlag und menschlichen Abgründen, also nach Thrillern und Krimis. Mit einem Klick auf die Buchtitel gelangt Ihr übrigens zu meinen Rezensionen.

  1. Lena Andersson – Widerrechtliche Inbesitznahme (224 Seiten) ⭐
  2. Tammy Cohen – Während du stirbst (416 Seiten)
  3. T. R. Richmond – Wer war Alice (448 Seiten)
  4. Karin Slaughter – Dreh dich nicht um (480 Seiten)
  5. Andreas Winkelmann – Killgame (432 Seiten)

Gehört:

Wenn ich mich erstmal auf ein Lied eingeschossen habe, dann höre ich das oft wochenlang nahezu als Endlosschleife. Im vergangenen Monat war das Take me to church von Hozier, das mir schon lange sehr gut gefällt, aber in den letzten Wochen ganz wunderbar zu meiner Stimmung gepasst hat.


Gesehen:

  • Nichts Nennenswertes, weil ich zur Zeit keine Lust auf Fernsehen, Serien oder Filme habe. Bis auf die Nachrichten vor dem Abendessen blieb die Flimmerkiste meistens aus.

Gemacht:

  • umgezogen, also aus meinen zwei Wohnsitzen wieder einen gemacht und meine Zelte in Konstanz mit einem lachenden, aber auch vielen weinenden Augen abgebrochen.
  • mich exmatrikuliert und gefühlte tausend bürokratische und nervtötende Dinge erledigt, die man so erledigen muss, wenn man einen Wohnsitz abmeldet und seinen sozialen Status ändert
  • eine Bewerbung als freiberufliche Korrektorin geschrieben (also Daumen drücken, meine Lieben!)

Gefreut:

  • über ein ausgiebiges, siebenstündiges (!) Kaffeepläuschchen mit einer lieben Freundin  in der ersten Frühlingssonne des Jahres und mit einem herrlichen Blick über den Hegau bis zu den Alpen. (Ja, Frauen können in der Tat problemlos so lange quatschen)
  • über den ersten kleinen Sonnenbrand auf der Nase
  • über den wunderbar lichtdurchfluteten Arbeitsbereich und die neue gemütliche Leseecke, die ich mir nun in meiner Wohnung eingerichtet habe

Geärgert:

  • über die erschreckenden Wahlergebnisse der AfD bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt
  • über Landwirtschaftsminister Schmidt, der das millionenfache qualvolle Schreddern von männlichen Küken nach wie vor rechtfertigt
  • wie schon so lange und oft über die Empathielosigkeit, Gleichgültigkeit und Intoleranz in der Welt
  • über den geschmacklosen Tweet von Niels Ruf

Gelacht:

  • zu wenig

Geweint:

  • zu viel und lange über geplatzte Träume, gescheiterte Neuanfänge, falsche Freunde, verletztes Vertrauen und endgültige Abschiede
  • über den frühen Tod von Guido Westerwelle, dem ich politisch alles andere als nahestand, dessen Humor, Intellekt und rhetorische Fähigkeiten ich aber stets bewunderte, der mir als Mensch zunehmend sympathischer wurde und über die bewegenden Zeilen, die er kurz vor seinem Tod gemeinsam mit seinem Mann verfasste – „[…] die Liebe bleibt„.

© Claudia Bett

8 Gedanken zu “Mein Monatsrückblick März 2016

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