Buchrezension: Kate Morton – Das Seehaus

Kate Morton - Das SeehausInhalt:

Als die sechzehnjährige Alice Edevane im Juni 1933 aufgeregt dem alljährlichen Mittsommerfest auf Loeanneth, dem idyllisch gelegenen Landsitz ihrer Familie in Cornwall entgegenfiebert, ahnt sie noch nicht, dass sich ihr Leben und das ihrer Familie schon am nächsten Tag für immer verändern wird. Voller Vorfreude beobachtet das neugierige und aufgeweckte junge Mädchen, wie die letzten Vorbereitungen für das prunkvolle Fest getroffen werden und wirft dabei ihrer heimlichen Liebe Ben, der als Gärtner auf dem Anwesen ihrer Eltern arbeitet, immer wieder sehnsuchtsvolle Blicke zu. Doch am Morgen nach dem Mittsommerfest ist nichts mehr so wie es war, denn Alices kleiner, erst elf Monate alter Bruder Theo ist plötzlich spurlos verschwunden. Es gibt keine Lösegeldforderungen und die intensive Suche nach dem Kind bleibt erfolglos. Lebt Theo noch? Wurde er entführt und fiel einem schrecklichen Verbrechen zum Opfer? Die Familie zerbricht fast an diesem schweren Verlust, ihren Schuldgefühlen und der zermürbenden Ungewissheit, nicht zu wissen, was dem Kind zugestoßen ist. Das einstige Paradies, das Loeanneth stets war, wurde zerstört; es scheint, als sei es mit dem kleinen Theo verschwunden. Und so beschließen die Edevanes, das Haus in Cornwall für immer zu verlassen, nach London zu ziehen und nie wieder zurückzukehren.
Siebzig Jahre später entdeckt Sadie Sparrow bei einem Spaziergang mit ihren Hunden zufällig ein von dichtem Dornengestrüpp umgebenes, verfallenes altes Herrenhaus im Wald. Sadie ist Polizeibeamtin in London, hat sich aber kürzlich eines Fehlverhaltens schuldig gemacht und wird von ihrem Vorgesetzten gebeten, sich eine Auszeit zu nehmen. Bis ein wenig Gras über diese Sache gewachsen ist und um ein wenig Abstand zu gewinnen, fährt Sadie für ein paar Wochen nach Cornwall zu ihrem Großvater Bertie. Als sie dort nun ganz in der Nähe auf das alte, verlassene und verwahrloste Landhaus an einem kleinen See stößt, das von einem Rankengeflecht überwuchert ist und den Anschein erweckt, als sei es überstürzt verlassen worden, ist ihre Neugierde sofort geweckt. Schon während sie durch die Fenster ins Innere des Hauses blickt, ahnt sie, dass hier etwas Furchtbares passiert sein muss. Wären die Einrichtungsgegenstände nicht von einer dicken Staubschicht bedeckt, könnte man den Eindruck gewinnen, als seien die Bewohner nur kurz verreist und würden jeden Moment in ihr Haus zurückkehren. Sadie will unbedingt wissen, wem dieses Haus gehört und warum es offenbar bereits seit vielen Jahren unbewohnt ist. Im Dorf erfährt sie, dass es sich bei dem Haus um den Familiensitz der Edevanes handelt, einer sehr wohlhabenden Familie, die in den Dreißigerjahren weggezogen ist, nachdem ihr jüngstes Kind auf rätselhafte Weise verschwand. Das Anwesen gehört nun der inzwischen 86-jährigen Alice, der Tochter der Edevanes, die als erfolgreiche Kriminalschriftstellerin in London lebt. Sadie versucht, mit Alice in Kontakt zu treten, doch ihre Briefe bleiben zunächst unbeantwortet, denn Alice, so scheint es, will nicht an die Vergangenheit erinnert werden. Doch Sadie fühlt sich magisch angezogen von dem verfallenen Haus am See, will das Rätsel um das verschwundene Kind lösen und stößt dabei auf ein schreckliches Familiengeheimnis, das sich seit vielen Jahrzehnten hinter den dicken Mauern von Loeanneth verbirgt.

Meine persönliche Meinung:

Ich bin schon sehr lange neugierig auf die Bücher von Kate Morton, habe aber bisher noch keinen Roman von ihr gelesen, weil die Cover recht kitschig anmuten und die Klappentexte mich bisher nicht wirklich angesprochen haben. Nachdem ich in der letzten Zeit jedoch fast nur recht blutige und brutale Thriller gelesen habe, war mir nun nach etwas leiseren Tönen, weniger Blut und Action, aber dafür nach etwas mehr Drama und Tiefgang. Außerdem standen auf dem Klappentext von Das Seehaus zwei kleine Zauberwörtchen, mit denen man mich immer ködern kann, nämlich „verfallenes Haus“. Klingt albern – ist aber so. Ich liebe solche Häuser, sogenannte „Lost Places“, also Gebäude, die vor langer Zeit verlassen und dann vergessen wurden, in denen lange niemand mehr war, an denen weder Plünderer, Touristen noch Archäologen oder der Denkmalschutz ihr Unwesen trieben, die in einer Art Dornröschenschlaf dahindämmern und dem Verfall preisgegeben sind. Diese Orte faszinieren mich auf eine ganz besondere Weise, weil sie gespenstisch, geheimnisvoll, morbide und wunderschön zugleich sind.
Kate Morton gelingt es ganz wunderbar, die Atmosphäre, die von dem seit langem unbewohnten und inzwischen verfallenen Herrenhaus, das die Polizistin Sadie bei ihrem Spaziergang entdeckt, ausgeht, sehr anschaulich zu beschreiben. Der Leser entdeckt an Sadies Seite das verlassene Anwesen, durchschreitet mit ihr den verwilderten Garten und die Räume, in denen, von einer dicken Staubschicht bedeckt, noch das Geschirr auf dem Tisch steht, ein aufgeschlagenes Buch neben einem Tintenfässchen liegt und verblichene Bilder an der Wand hängen. Die präzise Beschreibung der Landschaft Cornwalls, dieses geheimnisvollen Gebäudes sowie die Faszination, die es auf Sadie ausübt, sodass sie sich von dem Haus und der Geschichte seiner ehemaligen Bewohner unwiderstehlich angezogen fühlt, zeugt von einem wirklich ausgezeichneten Talent der Autorin, mit Worten Stimmungen zu erzeugen und eindrucksvolle Bilder zu zeichnen.
Es ist nicht leicht, diesen Roman einem bestimmten Genre zuzuordnen, denn er ist Familienroman, historischer Roman und Kriminalroman zugleich. Sehr geschickt werden in Das Seehaus Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwoben. Bei dem ständigen Wechsel zwischen den verschiedenen Zeitebenen taucht der Leser nicht nur tief in die Vergangenheit der Familie Edevane ein, sondern begleitet die Polizistin Sadie auch bei ihren Ermittlungen in der Gegenwart und erfährt, an welchem Fall sie zuletzt gearbeitet und welches Vergehens sie sich dabei schuldig gemacht hat. Nach und nach werden immer mehr Details offenbart, die über das rätselhafte Verschwinden des kleinen Theo vor siebzig Jahren Auskunft geben. Doch je tiefer man in die Geschichte der Familie Edevane eindringt, umso verwirrter ist man, denn immer, wenn man glaubt, genau zu wissen, wer für das Schicksal des Kindes verantwortlich ist und was aus Theo geworden ist, tauchen weitere Verdächtige und Tatmotive auf, sodass man immer wieder auf falsche Fährten gelockt wird.
Besonders beeindruckend war hierbei, wie ausführlich, präzise und vielschichtig die Charaktere ausgearbeitet wurden. Die beiden Hauptprotagonistinnen Alice und Sadie sind jede auf ihre Weise sehr interessante und starke Frauenfiguren. Vor allem Alice, die sich von einem aufgeweckten und fröhlichen jungen Mädchen zu einer sehr eigensinnigen, verbitterten, ruppigen und unnahbaren, aber gleichzeitig auch starken und unabhängigen Frau entwickelt hat, Zeit ihres Lebens nie mit den Erlebnissen in der Vergangenheit abschließen konnte und mit schweren Schuldgefühlen kämpft, wird äußerst eindrücklich dargestellt. Aber auch die längst verstorbenen Mitglieder der Familie Edevane, deren Schicksal von zwei Weltkriegen geprägt wurde und von denen jedes seine eigenen Geheimnisse mit sich trägt, werden durch die detaillierten Charakterisierungen sehr lebendig. Dabei war Eleonore Edevane, die Mutter von Alice und dem kleinen Theo, für mich die Protagonistin, die mich am meisten beeindrucken konnte.
Auch wenn der Schreibstil der Autorin sich sehr flüssig lesen lässt, ist er teilweise so blumig und schwülstig, dass der Roman oft in Kitsch abzurutschen drohte. Die Detailverliebtheit, mit der Kate Morton Landschaften, Stimmungen und Personen beschreibt, ist an manchen Textstellen doch äußerst ausufernd, was den Lesefluss hin und wieder hemmte, da der Spannungsbogen durch allzu ausschweifende Beschreibungen oft nicht gehalten werden konnte. So war ich versucht, ganze Seiten einfach quer zu lesen, weil seitenlang recht wenig passiert, schon gar nichts, was die Handlung irgendwie vorantreiben würde. Das fand ich ein wenig schade, denn die Autorin hat zweifellos erzählerisches Talent, die Geschichte war auch sehr spannend und gut durchdacht, aber der Roman hatte leider häufig so viele Längen, dass man sich durch manche Passagen regelrecht quälen musste. Dies ließ das Lesen bedauerlicherweise mitunter zu einer recht zähen Angelegenheit werden.
Der Plot ist äußerst stimmig, am Schluss fügt sich alles zu einem runden Ganzen zusammen, aber das Ende des Romans war leider so konstruiert und so verkrampft auf ein Happyend hin angelegt, dass ich es nicht mehr berührend, sondern einfach nur noch kitschig fand. Generell habe ich ja nichts gegen versöhnliche Enden und ein bisschen heile Welt, aber das war mir dann doch ein wenig zu viel des Guten.
Dennoch hat mich der Roman sehr gut unterhalten und teilweise auch tief berührt. Ich fühlte mich sehr authentisch in die Vergangenheit und in dieses geheimnisvolle Herrenhaus nach Cornwall versetzt, da Kate Morton wirklich ganz wunderbar und bildhaft Stimmungen einfangen und beschreiben kann. Ich hätte mir lediglich ein bisschen mehr Spannung und etwas weniger Kitsch gewünscht.

© Claudia Bett

Meine Bewertung: ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ (4 von 5 Sternchen)

Herzlichen Dank an das Bloggerportal und den Diana Verlag, der mir das Rezensionsexemplar freundlicherweise zur Verfügung stellte!

Buchdetails:

Kate Morton: Das Seehaus
Verlag: Diana
Ersterscheinungsdatum: 29. Februar 2016
608 Seiten
ISBN 978-3-453-29137-9

Cover: Diana Verlag

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12 Gedanken zu “Buchrezension: Kate Morton – Das Seehaus

  1. Fein, dass Du MEINE Rezension geschrieben hast, dann kann ich mir das ja jetzt sparen, man hat eh immer mehr zu schreiben, als man schafft. 🙂
    Ich habe das haargenauso empfunden wie Du (war auch mein erster „Morton“), das Buch war vielschichtig, unterhaltsam und spannend bis zum Schluss, das Ende ging aber überhaupt nicht. Wie ich übrigens feststelle (das Genre ist relativ neu für mich) scheint das so üblich zu sein in diesem Genre, das Happyend inklusive Maximalschmalz ist Programm. Ich finde das sehr, sehr schade.
    Übrigens war auch für mich das Entdecken des „lost place“ durch Sadie eine der schönsten Szenen des Buches, das fand ich wunderschön beschrieben.
    Klasse Rezension, die ich zu 100% unterschreibe.

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    • Dankeschön 😉 Ja, ich glaube, das ist in diesem Genre wirklich generell so, dass die Geschichten um Familiengeheimnisse einfach gut enden müssen, aber sooo gut? Uiuiui, dachte ich, da hatte jemand aber ein ordentliches Bedürfnis nach Harmonie und Glückseligkeit. Aber gefallen hat mir der Roman ja trotzdem.
      Auch wenn Du meine Meinung teilst, wäre ich gespannt auf Deine Rezension 😉
      Liebe Grüße
      Claudia

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      • Ich hatte das Dilemma mit den „schnulzigen Enden“ bei mir auch schon thematisiert, es war mir auch bei „Als wir Schwestern waren“ extrem aufgefallen, gerade der Vergangenheitsteil dieses Romans hätte so viel Potential gehabt. Ich glaube, den Autoren oder Autorinnen fehlt irgendwie Mut zum Risiko für ein ungewöhnliches Ende. Anders kann ich mir das nicht erklären. Oder quatschen die Verlage rein und lassen ändern, weil es sich mit Happyend besser verkauft? Ich hab keine Ahnung, mir fällt es nur auf. Ich bin ansonsten ja auch eher die Thriller-Leserin und neu in diesem Genre.

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      • Ich weiß nicht, ob den Autoren wirklich der Mut fehlt, sondern glaube, dass bei vielen Lesern ein großes Bedürfnis nach einem versöhnlichen Ende und einer heilen Welt besteht. Irgendwie kann es ja auch ganz beruhigend sein, am Ende eines Buches, das Gefühl zu haben, dass alles gut wird, gerade weil im eigenen Leben vielleicht nicht immer alles glücklich endet. Das ist ja auch bei vielen Filmen so. Bei mir will sich dieses wohlige Gefühl leider nicht einstellen, zumindest dann nicht, wenn es zu konstruiert und realitätsfern endet. Es gibt auch Bücher, die gut enden, ohne dass derartig viel Kitsch eingebaut wird. Krimis enden ja häufig auch gut – der Mörder ist gefasst und die Welt ist wieder sicher. Das hat durchaus etwas Beruhigendes – auch für mich. Aber so schnulzige und weit hergeholte Enden wie bei Morton sind mir einfach ein bisschen too much.

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  2. *Der Plot ist äußerst stimmig, am Schluss fügt sich alles zu einem runden Ganzen zusammen, aber das Ende des Romans war leider so konstruiert und so verkrampft auf ein Happyend hin angelegt, dass ich es nicht mehr berührend, sondern einfach nur noch kitschig fand.*

    Das Ende hat mir das Buch verdorben. Dass am Ende Leute eng miteinander verwandt sind, die voneinander nichts wussten und sich alle gern , ist einfach zuviel.

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      • Ich auch. Bei „Als wir Schwestern waren“ sind dann auch alle verwandt. Furchtbar. Mich ärgerts es deshalb, weil diese Bücher größtenteils (Ausnahmen bestätigen die Regel) ansonsten gar nicht groschenromanmäßig geschrieben sind, sich aber durch diese blöden Enden genau da einsortieren. „Die andere Seite der Wahrheit“ ist auch so eins. Sehr ernstes Thema, prima und sensibel abgehandelt bis auf`s Ende. Da hab ich gedacht, ich muss was an die Wand schmeißen, ich fühl mich da echt verschaukelt. Mag ja sein, dass manche Leser das mögen, ich kann es bis zu einem gewissen Punkt auch nachvollziehen, wie du oben auch schreibst. Aber das sind doch nicht ALLE Leser. Also ich für mein Teil möchte glaubwürdig unterhalten werden beim Lesen und nicht 100%ige Realitätsflucht begehen. Und ich möchte eben auch nicht IMMER Weltliteratur und hyperintellektuelle zeitgenössische Hype-Literatur lesen, sondern einfach mal nur was „Nettes“ zwischendurch. Schwierig derzeit. Letztendlich landet man doch wieder bei den Klassikern. Habe diese Woche Bassani und Capote raus gekramt…

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      • Bei „Als wir Schwestern waren“ schreckt mich schon allein das Cover mit diesem Karussel ab 😉 Bei Morton fand ich es eben besonders enttäuschend, weil sie wirklich gut schreiben und erzählen kann, das Thema auch interessant und die Charaktere fein gezeichnet werden. Zu schade, wenn das mit einem unglaubwürdigen Ende dann ein wenig zerstört wird.
        Ich habe in den letzten Jahren mehr sogenannte „Weltliteratur“ und Klassiker gelesen, als mir lieb war und festgestellt, dass das Wörtchen „Klassiker“ und die Tatsache, dass der Autor seit vielen Jahren tot ist, noch lange kein Garant für ein gutes Buch sein muss. Und manchmal möchte ich eben auch einfach nur gut unterhalten werden und tatsächlich ein wenig der Realität entfliehen. Beides gelingt mir momentan recht gut bei Thrillern und Krimis, die beileibe nicht immer so trivial sind, wie viele glauben, sondern wirklich Tiefgang haben.
        Du liest Bassani? Das hört man selten. Bassani ist wunderbar! „Die Gärten der Finzi-Contini“ habe ich schon zweimal gelesen und es geliebt. Ich war auch schon in Ferrara und habe mir den Schauplatz des Romans angesehen. Wirklich ein tolles Buch.

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      • Die Gärten habe ich im Reisegepäck für nächste Woche, ich freue mich sehr drauf, Bassani muss man einfach lieben, der Stil ist wundervoll. Ich habe gerade „Die Brille mit dem Goldrand“ gelesen. Das kleine Büchlein hat es auch in sich.
        Nein, natürlich steht das Etikett „Klassik“ und für mich auch „Nobelpreisträger“ und „Weltliteratur“ nicht für uneingeschränkte Qualität und ich quäle mich auch nicht durch Werke, nur weil halt diese Etiketten drauf pappen. Warum soll ich mich durch Dostojewskis seitenlange Schachtelsätze ackern wie die Maus durch den Käse, wenn ich bei den Kunstmärchen der deutschen Romantik prima entspannen kann? Ich liebe Märchen und den Dostojewski lesen auch so genug andere Leute. Vieles an Literatur ist auch Geschmackssache.

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  3. Liebe Claudia,
    ich habe mich an deiner Rezension orientiert. Ganz nett, aber reicht bei weitem nicht an „die Falle“ heran. Solltest du mal wieder über so eine spannend und gut geschriebene Geschichte, wie „die Falle“ stolpern, bzw. lesen, könntest du mir einen Wink geben? Wäre ganz toll von dir.
    Gruß Irmgard

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    • Nein, das reicht niemals an „Die Falle“ heran. Kate Morton ist eine gute Erzählerin, aber trotzdem hat das Buch eben ein paar Längen und für meine Begriffe ein zu kitschiges Ende. Mit Melanie Raabe ist das nicht zu vergleichen. Im kommenden Monat erscheint übrigens ein neues Buch von Melanie Raabe – „Die Wahrheit“. Es erscheint am 29. August bei btb. Ich bin schon sehr gespannt darauf und hoffe, es ist so grandios wie „Die Falle“.
      Liebe Grüße
      Claudia

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