Montagsfrage: Zu welchem Buch hast du deine erste Rezension verfasst?

Montagsfrage

Nachdem ich in den letzten Wochen die Montagsfrage von Buchfresserchen schmählich vernachlässigt habe, möchte ich mich heute der Frage widmen, die sich diese Woche Lisa von Prettytigers Bücherregal ausgedacht hat.

Martin Kintzinger - Wissen wird MachtMeine allererste Rezension habe ich während meines Studiums verfasst, und zwar zu Wissen wird Macht. Bildung im Mittelalter von Martin Kintzinger. Sie wurde natürlich nirgends veröffentlicht, sondern diente lediglich dazu, zu lernen, wie man sowas möglichst professionell macht. Ich habe sie auch nicht mehr, es sei denn, sie schlummert noch auf der Festplatte eines altersschwachen Notebooks, das ich zwischenzeitlich in den Ruhestand verabschiedet habe. Meine Erinnerungen an dieses Buch sind leider inzwischen nur noch verschwommen, aber ich weiß noch, dass ich es sehr positiv rezensiert habe. Es ging, wie der Titel schon sagt, um Bildung im Mittelalter, um die Wissensvermittlung an mittelalterlichen Kloster- und Domschulen, bis hin zur Gründung der ersten Universitäten. Oft sind wissenschaftliche Texte ja sehr sperrig, man hat den Eindruck, der Autor will gar nicht verstanden werden und jeder noch so simple Sachverhalt müsse nur möglichst kompliziert und verworren genug dargelegt werden, um als wissenschaftlich zu gelten. Kintzingers Monografie hingegen ließ sich sehr flüssig lesen, ist anekdotenreich und leicht verständlich; ich weiß jedenfalls noch, dass ich das so bemerkenswert fand, dass ich die gute Lesbarkeit dieses Buches bei meiner Rezension besonders hervorgehoben habe.

Marcelle Sauvageot, Fast ganz die DeineAn die erste Rezension auf meinem Blog kann ich mich allerdings besser erinnern, denn das ist erst fünf Monate her. Ich weiß auch noch, dass ich lange darüber nachgedacht habe, welchem Buch diese Ehre zuteilwerden soll und entschied mich für Fast ganz die Deine von Marcelle Sauvageot, denn ich hatte es kurz zuvor zum wiederholten Mal gelesen und es ist für mich ein ganz besonderes Buch, das mich schon seit einigen Jahren begleitet. Meine Rezension fiel trotzdem sehr kurz aus, was allerdings vor allem daran liegt, dass es ein sehr dünnes Büchlein ist und es sich dabei nicht um einen Roman, sondern eigentlich nur um einen Brief handelt – um den Abschiedsbrief der Autorin an den Mann, den sie liebte. Ich kann nicht mehr sagen, wie oft ich dieses Buch in den letzten zehn Jahren gelesen habe, im Grunde ist es mein ständiges Reread, weil es so unfassbar schön und so voller kluger, poetischer und berührender Sätze ist, dass ich es sehr häufig zur Hand nehme und manchmal einfach nur darin blättere. Hier gelangt Ihr übrigens zu meiner Rezension von damals.

© Claudia Bett

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