Montagsfrage: Machen Lesespuren ein Buch für Dich wertvoller oder mindern sie den Wert?

Montagsfrage

Die Frage, die Buchfresserchen diese Woche auf ihrem Blog stellt, hat sich diesmal Shaakai von Bibliophiline ausgedacht, und meine Antwort darauf wird vielleicht so manchen Buchliebhaber ein wenig schockieren.

Ja, ich oute mich jetzt, denn obwohl ich Bücher liebe, gehe ich mir ihnen nicht sehr sorgsam um. Wenn ich ein Buch gelesen habe, sieht man ihm das häufig übergebührlich an – innen wie außen. Je besser mir ein Buch gefallen hat, umso schlechter ist sein Zustand nach der Lektüre. Meine Lieblingsbücher erinnern mich fast ein wenig an meinen Lieblingsteddy aus Kindertagen, denn der sieht auch recht mitgenommen aus.
Auf der ersten Seite eines Buches vermerke ich immer, wann ich es gelesen habe, und obwohl ich meine Bücher nur sehr ungern und äußerst selten verleihe, schreibe ich auch noch meinen Namen rein, um deutlich zu signalisieren – „meins!“ 😉
Ich weiß nicht, wie andere es schaffen, dass ihre gelesenen Bücher wie neu aussehen, aber um jedes Wort in einem Buch lesen zu können, muss man es doch aufklappen und dabei entstehen unweigerlich Leserillen. Mir ist vollkommen schleierhaft, wie man es hinbekommt, ein Buch zu lesen, ohne den Buchrücken zu brechen. Ob man dabei so gnadenlos zu Werke gehen muss, wie ich das gewöhnlich tue, sei mal dahingestellt, aber wie man geknickte oder rundgelesene Buchrücken gänzlich vermeiden und das Buch dennoch entspannt und vor allem komplett lesen kann, verstehe ich nicht.
Außerdem lese ich immer und überall, habe stets ein Buch in der Tasche, wo es gelegentlich mit anderen Utensilien kollidiert oder sich die Spitze eines Schlüssels ins Cover bohrt. Ein Buch fällt auch mal runter und da ich auch hin und wieder in der Badewanne oder an Regentagen an der Bushaltestelle lese, lassen sich diverse Wasserschäden nicht immer verhindern. Leserillen sind schon deshalb unvermeidlich, weil ich das Buch auch häufig aufgeklappt zur Seite lege. Auch wenn ich unzählige Lesezeichen besitze, habe ich nicht immer eines zur Hand und markiere mir die Seite, die ich zuletzt gelesen habe – welch ein Frevel! – mit einem Eselsohr.
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Ja, ich weiß, all das machen wahre Bibliophile für gewöhnlich nicht, aber ein Buch ist für mich ein Gebrauchsgegenstand und kein lebendiges Wesen. Der eigentliche Wert eines Buches besteht für mich aus seinem Inhalt, der Geschichte und der Sprache – das Papier, auf dem all dies steht, ist dagegen nur das materielle Medium, also lediglich Mittel zum Zweck und deshalb eher zweitrangig. Ich habe zwar Bücher, die auch, was das Material anbelangt, von besonderem Wert sind, weil sie besonders schön, künstlerisch und aufwendig gestaltet sind, gehe mit diesen Buchschätzen daher auch sehr sorgsam um, aber die breite Masse der Bücher, die ich besitze, sind schlichte Taschenbücher und handelsübliche Hardcover, deren Inhalt nicht an Bedeutung verliert, wenn die Buchrücken gebrochen, die Seiten geknickt oder die Sätze markiert und mit Randnotizen versehen werden. Gerade letzteres steigert für mich sogar den Wert eines Buches, denn ich markiere beim Lesen die Sätze, die mir wichtig erscheinen oder besonders gut gefallen haben und schreibe auch häufig Notizen an den Rand. All das mindert für mich den Wert eines Buches keineswegs, sondern steigert vielmehr seinen ideellen Wert, denn es wird dadurch zu meinem persönlichen und ganz individuellen Schätzchen. Mit Büchern, die ich mir ausgeliehen habe, verfahre ich natürlich nicht so, denn ich glaube kaum, dass meine Kritzeleien und Markierungen den Besitzer des Buches besonders erfreuen würden und er ihren Wert zu schätzen weiß, aber ich leihe mir ohnehin keine Bücher aus. Für mein Studium musste ich mir zwar welche ausleihen, habe die für mich relevanten Kapitel und Aufsätze allerdings stets kopiert, damit ich ungehindert rummalen und -schreiben konnte, denn ohne einen Stift in der Hand kann ich eigentlich gar nicht lesen.
Ab und an kaufe ich mir auch gebrauchte Bücher. Es stört mich nicht, wenn sie Leserillen oder ein paar Eselsohren haben und man deutlich sieht, dass sie bereits gelesen wurden. Auch Widmungen und Besitzvermerke machen mir nichts aus, finde ich sogar ganz nett, aber Markierungen und Randnotizen vom Vorbesitzer irritieren mich beim Lesen, stören meinen Lesefluss und mag ich deshalb gar nicht. Was ich besonders hasse, sind Flecken rätselhafter Herkunft. Flecken, egal welcher Art, sind einfach „bäh“, und wenn sich nicht ermitteln lässt, welche dubiosen Flüssigkeiten sie verursacht haben, kann ich das Buch nicht anfassen, geschweige denn lesen, denn das löst bei mir schlimme Würgereize aus.
Auch wenn mich Gebrauchsspuren an Büchern nicht stören, ist es mir aber am liebsten, wenn alle Lesespuren nur von mir selbst stammen. Ich finde es sehr spannend, nach Jahren wieder ein Buch aus dem Regal zu nehmen und zu sehen, wann ich es gelesen, welche Sätze ich mir markiert und welche Gedanken ich mir bei der Lektüre notiert habe. Das verleiht meiner Meinung nach jedem Buch einem ganz besonderen und sehr persönlichen Wert. Sieht ein Buch, nachdem ich es gelesen habe, allerdings wie neu aus und enthält keine Markierungen oder Notizen, ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass es mir nicht gefallen hat und ich nicht einen Satz darin besonders gut, wichtig oder bemerkenswert fand, es also im Grunde – zumindest für mich – wertlos ist.

© Claudia Bett

25 Gedanken zu “Montagsfrage: Machen Lesespuren ein Buch für Dich wertvoller oder mindern sie den Wert?

  1. Hallo Claudia,

    interessant. Wirklich interessant. Prinzipiell kann ich deine Einstellung voll und ganz nachvollziehen, denn ich teile deine Meinung, dass Notizen, Unterstreichungen o.ä. dem Inhalt keineswegs schaden. Ich habe nur eine andere Strategie entwickelt, um meine Bücher zu schonen, weil ich einfach finde, dass sie gepflegt hübscher aussehen. Ich nutze zum Unterstreichen ausschließlich Bleistifte und für Notizen verwende ich Post-its (oder gleich mein Rezensionsnotizbuch). Leserillen machen mir grundsätzlich nicht viel aus, ich habe aber festgestellt, dass es massiv von der Bindung des Buches abhängt, ob sie entstehen. Ist sie sehr fest, lässt es sich kaum vermeiden, bei einer lockeren Bindung kann es schon mal vorkommen, dass das Buch nach meiner Lektüre immer noch wie neu aussieht.
    Bei gebraucht gekauften Büchern stelle ich die gleichen Ansprüche. Ich finde es unmöglich, in einem Buch mit Kuli oder Textmarker herumzumalen, weil ich das Gefühl habe, das entweiht das gute Stück und ist respektlos. Flecken… na ja. Da denke ich einfach nicht drüber nach. 😀

    Montagsfrage auf dem wortmagieblog

    Viele liebe Grüße,
    Elli

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    • Ds schlimme bei Flecken ist – ich denke darüber nach, ich denke sogar ausschließlich darüber nach 😀 Also das geht einfach gar nicht, aber wenn ein Buch auch die Geschichte seiner Leser erzählt und deren Lesespuren trägt, finde ich das eigentlich sympathisch und interessant. Respektlos finde ich es nur, wenn man mit fremden Büchern so umgeht, aber bei meinen eigenen empfinde ich das, wie gesagt, eher als eine Aufwertung 😉
      Liebe Grüße
      Claudia

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  2. Es schockiert mich nicht, wenn du es mit deinen eigenen Büchern machst (und das tust du ja wohl). Lesezeichenecken knicken geht bei mir gar nicht, aber dafür kann ich nicht anders, als zwanghaft einen Textmarker da liegen zu haben. Bei Romanen kommt er nicht so häufig zur Anwendung, wohl aber bei Sachbüchern. Und das finden manche schrecklich, ich nicht, denn ich will die Stellen wiederfinden.

    Was ich gut finde und für mich als Anregung mitnehme: notieren, wann man das Buch gelesen hat und Anmerkungen machen. Das mache ich natürlich in meinem Papier-Journal, aber direkt im Buch wäre es besser (wenn es denn kein eBook ist).
    LG, Ingrid

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    • Ja, ich mache das natürlich nur mit meinen eigenen Büchern. Bei Bibliotheksbüchern macht es mich dagegen fast wütend, auch wenn es interessant ist, was andere für wichtig erachten. Aber ich kann mich kaum noch auf die eigene Lektüre konzentrieren, wenn es sich um Anmerkungen handelt, die nicht von mir stammen.
      Bei Sachbüchern kann ich gar nicht anders, als mir das Wichtigste zu markieren, denn ich will das ja schnell wiederfinden, aber auch bei Romanen markiere ich zentrale Textstellen oder schöne Zitate.
      Liebe Grüße
      Claudia

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      • Das habe ich auch so verstanden, überhaupt habe ich die ganze Frage auf eigene Bücher bezogen. In fremde würde ich NIE rein schreiben oder sonstwie Lesespuren hinterlassen. Bei Bibliotheksbüchern empfinde ich das als Beschädigung fremden Eigentums. Deshalb mag ich die Onleihe auch so sehr, alles ohne Lesespuren, Krümel und Flecken 😉

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      • Vor allem Flecken 😀 Boah, mich schüttelt es wirklich, wenn ich nur daran denke 😀 Onleihe finde ich wirklich eine sehr gute Erfindung. Ich habe Skoobe und finde das äußerst praktisch. Auch wenn ich Bücher sehr gerne besitze, reicht es mir bei vielen auch, sie einfach nur ein einziges Mal zu lesen und muss sie nicht zwingend im Regal haben, sodass sich Skoobe für mich inzwischen wirklich lohnt.

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  3. Liebe Claudia, ich finde das einen schönen Beitrag, auch wenn ich sagen muß, daß Du mit dieser Meinung wirklich keinen großen Kreis um Dich scharren kannst, der ins ebensolche Horn stößt. Schade eigentlich, daß viele Bücher wirklich als solche Heiligtümer ansehen, die nur neu oder neuaussehend wertig sind.
    Ich denke nicht, daß Bibliophile wegen Nutzungsspuren gleich an die Decke gehen, oft ist es wirklich zu differenzieren. Ich selbst sammle Bücher, schätze sie und trotzdem muß ein Buch nicht aussehen wie frisch gedruckt, nur damit es den numerischen, monetären Kaufwert behält. Aber ein Besitzeintrag oder eine Widmung kann den ideallen Wert schon sehr steigern und ich denke, das ist nicht nur dem Autoren oder Ilustratoren vorbehalten. Zwei Anekdoten aus dem Antiquariat: wir hatten mal ein Buch mit einem Autographen vom Weihnachtsmann (sprich, irgendein Verwandter des Kindes wird eine Widmung vom Weihnachtsmann in das als Weihnachtsgeschenk gedachte Buch geschrieben haben) und das Buch galt dann bei einem Kunden wirklich als einmaliges Werk, das er goldig fand.
    Wir haben auch die aufgelöste Bibliothek eines ehemaligen, sehr bekannten, aber leider schon verstorbenen Professors der ortsansässigen Universität und es kommen immer wieder ehemalige Studenten, die ihn entweder noch persönlich oder aus Erzählungen kannten und sie sind richtiggehend begeistert, ein Buch zu erwerben, daß den Namenszug dieses Mannes trägt.

    Auch Notizen oder Unterstreichungen finde ich wenig tragisch. Ja, wenn ich ein Buch aus der Universitätsbibliothek ausleihe, dessen Seiten voll sind mit Unterstreichungen, sodaß die Unterstreichung ihre Funktion verliert und man nur noch Linien sieht, dann ist das ziemlich ärgerlich. Aber ich finde es schön, Texte zu lesen, in die andere Leser ihre Gedanken eintrugen. Ich hatte auch mal an einer Leserunde teilgenommen, an der jeder das Buch zugesendet bekam und er während des Lesens Notizen in den Text machen sollte, worauf der nächste Leser dann auch mit einem Kommentar antworten konnte. Es war wirklich spannend zu sehen, was andere bei der Lektüre dachten.

    Dagegen gehöre ich auch der Fraktion an, die ungern Leserillen in Taschenbücher macht. Es ist möglich (es sei denn das Buch hat mehr als fünfhundert Seiten), aber er erfordert schon eine etwas verkrampftere Handhaltung 🙂

    Aber Du sprichst wirklich mit dem persönlichen Wert etwas an, das auch mir am Herz liegt. Das Buch, wenn es gekauft ist, ist einfach nur ein Gegenstand. Rein, könnte jedermann und niemandem gehören, ohne Geschichte oder Erinnerung. Aber durch den Umgang mit dem Buch hinterläßt man darin bewußt oder unbewußt eine Geschichte. Man erzählt, wie man las, was gefiel, wem es gehörte… Und ich denke, das macht das Buch dann wirklich zu etwas Besonderen. Für denen einen auf eine positive und für den anderen auf negative Art und Weise.

    Liebe Grüße

    Shaakai

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    • Liebe Shaakai,
      danke für Deinen Kommentar. Außerdem hat mir die Idee, das Thema als Montagsfrage in die Blogger-Community zu werfen, sehr gut gefallen – vielen Dank auch dafür. Mir war klar, dass ich mit meiner Meinung ziemlich alleine dastehe. Wenn ich mir die anderen Beiträge so anschaue, scheint es eher unüblich zu sein. Aber mir gefällt es einfach, wenn ein Buch neben der Geschichte, die darin enthalten ist, auch ein bisschen die Geschichte seiner Leser erzählt. Im Antiquariat stößt man sicher häufig auf solche Geschichten und die mit dem Weihnachtsmann und dem verstorbenen Professor sind doch mehr als spannend. Das sind Erinnerungen, die ein Buch, das aussieht wie neu, niemals tragen kann. Ich habe mal einen gebrauchten Grundwortschatz für Latein erworben, in dem der Vorbesitzer seinem ganzen Hass auf die lateinische Sprache und auf seinen Lateinlehrer Ausdruck verlieh – mit Niveau allerdings und wirklich zum Schmunzeln. Es brachte mich, was Latein anbelangt, zwar nicht unbedingt weiter, versüßte mir aber die öde Lernerei und sprach mir häufig aus der Seele 😉
      Liebe Grüße
      Claudia

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  4. Für mich gehen Gebrauchsspuren gar nicht, keine Eselsecken- keine Widmungen- keine gelben Seiten ;;
    Bei Sachbüchern ist das ein bisschen anders- aber auch dort sehr reduziert-Bleistiftlinien bei wichtigen Aussagen. Und solche Bücher verleihe ich auch nicht- meine Gedanken bleiben meine Gedanken, und wenn ich es will werde ich sie zeigen!!
    In meinen Kalender trage ich ein welche Bücher ich zur Zeit lese.- Beim Buchkauf bin ich auch pingelig: ein Neukauf steht immer an erster Stelle, sollten es doch einmal < gebrauchte< sein, achte ich sehr auf ihr Äußeres. Und beim < Entsorgen< von Büchern gehe ich entspannt um : gute gebundene Literatur fallen in diese rolle nicht, bei Taschenbüchern mit leichtem Inhalt kann ich mich gut trennen;
    Gruß zu dir
    heiDE

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    • Ich hatte lange Probleme, mich von Büchern zu trennen, aber inzwischen muss ich es auch einfach, weil sonst meine Wohnung zu klein wird. Aber Bücher mit meinen Markierungen und Einträgen bleiben bei mir 😉
      Liebe Grüße
      Claudia

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  5. Huhu,

    ich war schon gespannt wann die erste kam die das gar nicht stört.

    Hin und wieder können bei mir auch Gebrauchsspuren sein, aber die meisten wirken doch wie neu.

    Meinen Namen schreib ich auch hin und wieder rein, aber meist erst wenn ich es verleihe. Für die Daten wann ich es gelesen hab, hab ich meine Leselisten. Das brauch ich nicht ins Buch direkt zu schreiben.

    Bei Taschenbücher entstehen natürlich Leserellen aussen, aber sonst eigentlich nicht und bei Gebundenen Büchern kann man es find ich vermeiden.

    Wasserschäden lassen sich leider auch nicht vermeiden, aber meist in der Badewanne. Ein Buch ist da leider mal komplett reingefallen. Dementsprechend sieht es auch aus. Aber ich find das eigentlich sogar cool. Und Tropfen kriegt es hin und wieder auch ab oder wenn ich in der Tasche eine Wasserflasche hab und die warum auch immer auslaufen sollte kann das natürlich auch nicht vermieden werden, aber das ist auch eher selten.

    Hier ist mein BEitrag:

    https://lesekasten.wordpress.com/2016/06/13/montagsfrage-40-buch-bei-gebrauchsspuren-wertvoller-oder-nicht/

    LG Corly

    Gefällt 1 Person

    • Danke für Deinen Kommentar. Eine Leseliste führe ich erst seit ich meinen Blog habe, also seit etwa 6 Monaten, kann mich aber von meiner alten Gewohnheit, den Monat, in dem ich das Buch gelesen habe, vorne im Buch einzutragen, trotzdem nicht verabschieden.
      Zum Glück ist mir noch nie ein Buch komplett in die Wanne gefallen, aber es gibt Schlimmeres. Ich habe einer Bekannten mal ein Buch ausgeliehen und bekam es mit deutlichen Wasserschäden zurück. Es war allerdings nicht in die Badewanne gefallen, sondern ihr Kater hatte es sich geschnappt und mit aufs Klo genommen – auf sein Klo 😀 Ich liebe Katzen und ich konnte dem Süßen auch nicht böse sein, aber das Buch wollte ich dann trotzdem nicht mehr in meinem Regal haben. 😉
      Liebe Grüße
      Claudia

      Gefällt 1 Person

  6. Beim Lesen wurde mir ganz anders. leserillen – wie furchtbar! xD

    Meine Bücher sehen nach dem Lesen in der Regel aus wie neu, und das ist mir auch wichtig. Ich lese sie vorsichtig, schlage sie niemals komplett auf o.Ä. Ich bevorzuge aus dem Grund auch immer Hardcover (Und natürlich weil sie einfach schöner sind): Sie halten einfach länger. Ich will meine „Bibliothek“ in 50 Jahren noch haben!

    Mnchmal passiert natürlich aus Versehen mal was mit einem Buch. Eines bekam beispielsweise einen Bier-Schaden (Buch über Nacht auf dem Boden neben dem Bett, dann wurde ein Bier umgestossen). Wäre das Buch besser gewesen, hätte ich es mir erneut gekauft hat.

    Büchern, die ich liebe und immer wieder lese, sieht man das natürlich schon irgendwann an. Aber das ist dann auch okay für mich. Schließlich das das Buch unzählige Stunden an meiner Seite.

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    • Ich will meine Bibliothek auch in 50 Jahren noch haben und manche Bücher habe ich auch schon mehr als 30 Jahre, sodass ich sicher bin, dass sie noch weitere zwei Jahrzehnte durchhalten. Klar, schön sind sie nicht mehr, aber inhaltlich unversehrt 😉

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  7. Also bei meinen Büchern merkt man hinterher auch immer, dass ich sie gelesen habe und mir ist auch schleierhaft, wie man Leserillen vermeidet.
    Es kommt auch ein bisschen auf das Buch an, wenn es ein Buch zur Unterhaltung ist, arbeite ich eher mit Post-Its, aber bei meinen Sachbüchern benutze ich den Textmarker. Vor allem bei Büchern, bei denen ich weiß, die werde ich nie hergeben, habe ich überhaupt keine Scheu meine Spuren zu hinterlassen, denn mit denen arbeite ich wahrscheinlich ein Leben lang. Da ich Bücher, die mir nicht so gut gefallen haben, auch irgendwann wieder loswerden will, achte ich schon auf den Zustand. Irgendwie paradox, wenn ich bedenke, wie penibel alle mit ihren „Schätzen“ umgehen, aber für mich zählt auch der Inhalt mehr und das Buch wird durch meine Spuren nur wertvoller für mich! 🙂

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    • Du siehst das auch so? Die wenigsten würden mir diesbezüglich zustimmen. Bei mir ist es in der Tat auch so, dass Bücher, die nur recht unterhaltend waren, aber keinen Eindruck hinterlassen haben, nach einmaligem Lesen im Sumpf der Bedeutungslosigkeit verschwanden und die ich nie mehr zur Hand nehmen werde, die sind, die keine Markierungen enthalten, quasi jungfräulich aussehen und deshalb auch wieder ausziehen dürfen. Je neuer ein Buch bei mir aussieht, umso schlechter fand ich es und umso wertloser ist es für mich. Klingt wirklich paradox – ist aber so. Und nur die gebe ich dann auch weiter oder verkaufe sie, denn im Grunde sehen sie bis auf ein paar Leserillchen eigentlich aus wie neu. Aber meine wahren „Schätzchen“ tragen nunmal auch meine Lesepuren und müssen natürlich bleiben 😉

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  8. Ja, ich bin da tatsächlich ganz ähnlicher Meinung und wundere mich eher immer wie viel Wert andere darauf legen, dass das Buch auch nach dem Lesen noch wie neu aussieht. 😀

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  9. Post-its ja, aber ansonsten kritzele ich in Büchern nicht herum – und mag auch verliehene nicht mit Gekritzel oder geknickten Buchrücken zurückbekommen …
    Sonst kreischt der kleine Büchernarr in mir gar fürchterlich, denn ihm scheint es Schmerzen zuzufügen, wenn Bücher nicht pfleglich behandelt werden. 😀
    Kommt aber darauf an, ob es Bücher für meine Sammlung (fürs Regal und fürs Wiederlesen) sind oder „Arbeitsbücher“.

    Gefällt 1 Person

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