Mein Monatsrückblick Juni 2016

Gelesen:

Der Juni begann für mich leider mit einer Leseflaute, denn das erste Buch, mit dem ich in den vergangenen Monat gestartet bin, Guillaume Mussos Vierundzwanzig Stunden, war leider ein ziemlicher Reinfall und hat mir die Freude am Lesen kurzfristig nahezu vollständig genommen. Immerhin weiß ich jetzt, dass ich die Bücher Mussos getrost von meiner Wunschliste streichen kann, denn ich werde dem Autor definitiv keine zweite Chance mehr geben. Ich habe zwar mühsam bis zum Ende durchgehalten, hatte danach aber tagelang keine Lust mehr, ein Buch in die Hand zu nehmen.
Wenn man am bisherigen Lesetiefpunkt des Jahres angekommen ist, kann es eigentlich nur noch besser werden – wurde es glücklicherweise auch. Zunächst allerdings nur gemächlich, denn Tibor Rodes Das Mona-Lisa-Virus konnte mich leider auch nicht vollkommen überzeugen und aus meiner Leseflaute retten.
Meistens hilft es mir, wenn ich dann nach einem vollkommen anderen Genre greife und mir ein Buch eines Autors vornehme, der mich bislang noch nie enttäuscht hat. Amélie Nothomb ist meiner bisherigen Erfahrung nach eine Garantin für gute Bücher. Ihr Roman Der Professor war jedenfalls mein absolutes Lesehighlight des Monats und hat mir den Spaß am Lesen zurückgebracht.
Danach ging es dann auch wieder bergauf, denn Eric Bergs Kriminalroman Das Küstengrab hat mir ausgesprochen gut gefallen und auch wenn mich In guten wie in bösen Tagen von Jamie Mason nicht gerade vom Hocker gerissen hat, war es durchaus lesenswert. Wahnsinnig spannend endete der Monat Juni dann für mich mit Arno Strobels Psychothriller Die Flut. Es war das erste Buch, das ich von diesem Autor gelesen habe, aber ganz bestimmt nicht mein letztes.
Trotz anfänglicher Leseflaute, habe ich im Juni immerhin sechs Bücher gelesen – das waren 2172 Seiten, also ca. 72 Seiten pro Tag. Mit einem Klick auf den Buchtitel gelangt ihr zu meinen Rezensionen.

  1. Guillaume Musso – Vierundzwanzig Stunden (384 Seiten)
  2. Tibor Rode – Das Mona-Lisa-Virus (462 Seiten)
  3. ⭐ Amélie Nothomb – Der Professor (208 Seiten) ⭐
  4. Eric Berg – Das Küstengrab (432 Seiten)
  5. Jamie Mason – In guten wie in bösen Tagen (318 Seiten)
  6. Arno Strobel – Die Flut (368 Seiten)

Gehört:

Ich weiß nicht, ob ich es schon häufig genug erwähnt habe, aber ich bin vollkommen dem Game-of-Thrones-Fieber erlegen. Seien es nun die Bücher oder die Serie – ich kann gar nicht genug davon bekommen. Auch der Soundtrack zur Serie, den Ramin Djawadi komponiert hat, ist einfach unglaublich gut. So setzte das Finale der sechsten Staffel mit dem wunderbar melancholischen Klavierstück Light of the Seven ein, eine Art Requiem, das mir nicht nur wenn ich an die Filmszenen denke, die Tränen in die Augen treibt. Wunderschön!
Aber ich bekomme ja schon Gänsehaut, wenn ich nur die Titelmelodie zu Beginn jeder Folge höre. Mit den grandiosen Büchern von George R. R. Martin und dem Soundtrack zur Serie kann man sich ein wenig darüber hinwegtrösten, nun fast zehn Monate auf die nächste Staffel warten zu müssen.

Gesehen:

Habe ich schon erwähnt, dass ich Game of Thrones..? Ja, hab‘ ich 😉 Mein Vorhaben, erst die Bücher zu lesen und dann die Serie anzuschauen, hat sich inzwischen in Luft aufgelöst, denn ich musste einfach sofort wissen, wie es weitergeht. Außerdem sind die Bücher ja selbst dann noch unglaublich spannend, wenn man die Serie bereits kennt, denn ab der dritten Staffel weicht die Serie ohnehin von der Buchvorlage ab, und die Bücher sind natürlich auch viel detaillierter als die Verfilmung.
Da ich zu Beginn des Monats ja in einer Leseflaute steckte und mir außerdem vorgenommen habe, den Fernseher erst dann wieder einzuschalten, wenn endlich diese Fußball-Europameisterschaft vorbei ist, habe ich mir im vergangenen Monat die komplette Serie von Game of Thrones angeschaut. Na ja, im Grunde waren das ja nur 3213 Minuten, also etwas mehr als zwei Tage am Stück, und ich hätte problemlos noch länger in den Sieben Königslanden in Westeros verweilen können. Ich glaube, ich habe in den letzten fünf Jahren zusammen nicht so viel Zeit vor dem Fernsehbildschirm verbracht, wie in den vergangenen vier Wochen. Man kann dieses Verhalten getrost als „Sucht“ bezeichnen, aber diese Serie ist so unglaublich brillant und spannend, dass ich mich nicht mehr davon losreißen konnte.
Viele der Protagonisten sind mir so ans Herz gewachsen, dass ich einfach wissen musste, wie ihr Leben weitergeht und vor allem, ob es überhaupt weitergeht. Tyrion Lennister ist nach wie vor mein Lieblingscharakter der Serie und wird von Peter Dinklage wirklich grandios dargestellt. Ser Jorah Mormont lässt mein spätpubertäres Herzchen deutlich höherschlagen, und die Ungewissheit, schon seit ein paar Folgen nicht zu wissen, wie es ihm gerade ergeht, macht mich doch ein wenig unruhig. Jaime Lennister mag ich inzwischen auch immer mehr und hoffe, dass er zur Vernunft kommt und für ihn alles ein gutes Ende nehmen wird. Zu meinem eigenen Entsetzen bin ich aber auch dem Charme von Petyr Baelish erlegen, was mich allerdings ein wenig nachdenklich stimmt.
Es kommt bei mir nicht allzu oft vor, dass ich mit fiktiven Personen derartig mitfühle und mitleide, bei Filmen in Tränen ausbreche oder völlig unbeherrscht den Bildschirm anbrülle, weil ich vollkommen fassungslos und hilflos mitanschauen muss, was da eben passiert, ohne selbst ins Geschehen eingreifen zu können.
Jetzt muss ich fast zehn Monate auf die siebte Staffel warten, was recht grausam ist, denn Geduld ist nicht eine meiner Stärken, und ich kann es kaum abwarten, zu erfahren, wer den Eisernen Thron letztendlich erobern und welches Schicksal meine Lieblingscharaktere ereilen wird.

© Claudia Bett

10 Gedanken zu “Mein Monatsrückblick Juni 2016

  1. 10 Monate ist echt eine Tortur….ich hab die 6. noch nicht angefangen..aber nach der EM, wenn sich alles wieder normalisiert hat :-)…GoT ist derzeit eine der besten Serien…da ist wirklich jede Folge gut…und das erste Buch sitzt schon auf meinem SuB….das könnte nach der Staffel zum Einsatz kommen, wenn ich so richtig gespannt bin und wieder eintauchen will in die Welt Westeros…Eine üble Leseflaute durch ein Buch hatte ich nur, wenn ich direkt ein schlechtes Buch noch lese…da passiert es dann, dass ich mehr Serien schaue, statt zu lesen…aber das endet meist mit einer neuen Lektüre…zum Glück…aber ich kann mich auch an Phasen erinnern, in denen eine Reihe Bücher ein Missgriff waren und mein Lesen fast stagnierte…LG

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    • Glücklicherweise war es bei mir nur ein wirklich schlechtes Buch. Wenn noch so ein Flop dabei gewesen wäre, hätte ich ihn abgebrochen. Muss ja nicht sein, dass man sich so durch die Seiten quält 😉
      Ich wünsche Dir viel Spaß bei der 6. Staffel. Die Serie ist einfach der Hammer 😉

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  2. Hey Claudia,
    waaas, du bist GoT-Fan?😃
    Nein im Ernst, ich mag die Serie auch sehr gerne und höre mir auch hin und wieder den Soundtrack auf Spotify an! Der ist einfach toll!
    Leseflauten sind nichts schönes…gut, dass du wieder aus der Flaute herausgekommen bist!🙌😊
    Liebe Grüße

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    • Ja, man merkt es kaum, dass ich ein Fan von Game of Thrones bin, gell? 😀
      Leseflauten sind wirklich doof und im Grunde auch unnötig, denn es gibt sooo viele tolle Bücher auf der Welt. Eigentlich eine Sünde, seine Zeit an schlechte Bücher zu verschwenden, aber man sieht es ihnen eben von außen nicht an 😉 Aber im Moment bin ich wieder voll im Lesefluss.
      Liebe Grüße zurück 😉

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  3. Haha, das sieht man mal wieder wie verschieden die Lesegeschmäcker doch ab und an sind. Ich finde Mussos Stil ganz toll und kann seine Bücher nie aus der Hand legen, okay Vierundzwanzig Stunden habe ich mir als Hörbuch reingezogen und war auch darüber ganz angetan :).
    Meine jüngste Tochter ist der absolute GoT-Fan. Sei es als Leseexemplar oder Film. Vielleicht sollte ich mir Band 1 auch mal reinziehen 😀
    LG

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    • Ja, ich habe den Eindruck, ich bin so ziemlich die Einzige, der „Vierundzwanzig Stunden“ nicht gefallen hat, aber Geschmäcker sind eben verschieden, und ich habe die Erfahrung schon häufig gemacht, dass mir gerade Bücher, die so gehypt werden, nicht gefallen. Bei „Game of Thrones“ war es aber zu meinem Erstaunen anders, denn die Bücher sind einfach brillant – und die Serie auch. 😉
      Liebe Grüße
      Claudia

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  4. Hallo,
    ich bin auch ein großer Fan von Arno Strobel. Sollte er mal in der Gegend sein, unbedingt die Lesung besuchen! Er liest fantastisch und der Abend wird sicherlich witzig.
    Von Amélie Nothomb landet im Juni auch ein weiteres Buch in meinem Regal, nachdem ich im Mai? schon „Reality-Show“ verschlungen hatte: https://moonysblog.wordpress.com/2016/07/08/mein-buecherregal-im-juni/

    Viel Spaß und Lesemotivation für den Juli

    wünscht Moony

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    • Ja, das glaube ich gerne, denn ich habe auf Youtube den Mitschnitt einer Lesung von Arno Strobel gesehen und fand den Autor überaus sympathisch. Ich habe schon nachgeschaut, ob es ihn mal in die Nähe verschlägt, aber leider habe ich die einzige Lesung, die nur annährend in meiner Gegend war, schon verpasst. Aber vielleicht verschlägt es ihn ja wieder mal in den Süden.
      Amélie Nothomb ist einfach großartig. Ich denke, ich werde auch bald wieder ein Buch von ihr lesen. „Reality Show“ steht zumindest schon in meinem Regal und wird wohl das nächste sein.
      Liebe Grüße
      Claudia

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