Mein Monatsrückblick Juli 2016

Gelesen:

Ach herrje, der Juli war ein recht durchwachsener Lesemonat. Ich habe sechs Bücher gelesen und gleich zwei davon haben mich maßlos enttäuscht und geärgert. Die Hauptprotagonistin in Dein letzter Tag von A. J. Rich brachte mich wirklich auf die Palme, die Tierrechtsproblematik trieb meinen Blutdruck in ungeahnte Höhen und als ob der Tierfreund in mir nicht schon genug gelitten hätte, war der Plot auch noch so vorhersehbar, dass nur leidlich Spannung aufkommen wollte. Als wäre es nicht schon schlimm genug, wertvolle Lese- und Lebenszeit an ein so ärgerliches Buch verschwendet zu haben, endete der Monat dann mit dem absoluten Flop meiner bisherigen Lesekarriere – Die Macht des Schmetterlings von Matt Dickinson. Unfassbar! Ich kann mich nicht erinnern, jemals etwas vergleichbar Dämliches gelesen zu haben, aber mein Ärger hielt sich dennoch in Grenzen, weil ich immerhin nicht alleine war in meinem Leid. Ich habe das Buch nämlich in einer Leserunde gelesen und konnte mich gemeinsam mit anderen darüber austauschen, ärgern und lustig machen. Außerdem ließ es sich so unglaublich schnell nebenbei lesen, dass sich die vergeudete Lesezeit wenigstens in Grenzen hielt. Erträglicher war es auch, weil ich parallel dazu Erebos von Ursula Poznanski gelesen habe, einen Jugendthriller, von dem ich eigentlich gar nicht viel erwartet hatte, der mich aber in jeder Hinsicht begeistern und überzeugen konnte und deshalb eindeutig mein Lesehighlight des vergangenen Monats war. Auch von Michael Theißens Debüt Leons Erbe war ich sehr positiv überrascht und Wulf Dorns wendungsreicher Thriller Trigger bereitete mir ebenfalls überaus spannende Lesestunden. Night Falls. Du kannst dich nicht verstecken von Jenny Milchman hatte zwar ein paar Schwächen, war aber dennoch spannend und durchaus lesenswert.

Insgesamt habe ich im Juli also sechs Bücher gelesen – das waren 2403 Seiten und somit ca. 77,5 Seiten pro Tag.

  1. Michael Theißen – Leons Erbe (300 Seiten)
  2. Wulf Dorn – Trigger (432 Seiten)
  3. Jenny Milchman – Night Falls. Du kannst dich nicht verstecken (480 Seiten)
  4. A. J. Rich – Dein letzter Tag (352 Seiten)
  5. ⭐ Ursula Poznanski – Erebos (488 Seiten)⭐
  6. Matt Dickinson – Die Macht des Schmetterlings (351 Seiten)

Gehört:

Ich hatte im vergangenen Monat keine musikalischen Höhepunkte und habe nur selten ganz bewusst Musik gehört. Allerdings wurde ich wochenlang dauerbeschallt, weil ein paar hundert Meter entfernt, allabendlich ein Festival stattfand. Je nach Wetterlage war die Musik häufig so laut und deutlich zu hören, dass ich fast den Eindruck hatte, die Band spielt direkt auf meinem Balkon. Bis auf ein Konzert von Dieter Thomas Kuhn, das mich wirklich an die Grenzen meiner Belastbarkeit brachte, weil mich Schlagermusik einfach unglaublich nervt, hat mich dieses Festival allerdings nicht gestört. Im Gegensatz zu so manchen geräuschempfindlichen Nachbarn, fand ich es sogar meistens wirklich angenehm, abends auf meinem Balkon ein wenig musikalische Untermalung zu haben – sogar live und ohne Eintritt bezahlen zu müssen. Wer hat das schon? Besonders gut gefallen hat mir übrigens Philipp Dittberner, den ich bislang gar nicht kannte.

Gesehen:

Downtown AbbeyIch bin ja ein wenig frustriert, weil ich noch ein paar Monate auf die siebte Staffel von Game of Thrones warten muss. Also begab ich mich auf die Suche nach einer weiteren guten Serie, um mir die Wartezeit ein wenig zu versüßen. Ich stieß bei meiner Suche auf Downton Abbey. Natürlich ist diese Serie nicht vergleichbar mit Game of Thrones, aber dennoch ist sie unglaublich gut und hat absolutes Suchtpotential. Es ist überaus spannend, diese britische Adelsfamilie und ihre Dienerschaft durch die Zeit der gesellschaftlichen Umbrüche zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu begleiten. Schon nach der ersten Folge fühlte ich mich fast heimisch auf diesem herrschaftlichen Anwesen. Der Zuschauer durchlebt und durchleidet mit dieser Familie und ihren Bediensteten die Wirren des Ersten Weltkrieges, den Ausbruch der Spanische Grippe, den irischen Unabhängigkeitskampf, das Ende des Zarenreichs, den Kampf um das Frauenwahlrecht und den allmählichen Niedergang des britischen Adels. Und natürlich geht es neben all den historischen Ereignissen vor allem um Liebe, Intrigen, Macht und Etikette. Die schauspielerische Besetzung ist großartig. Die besonderen Highlights dieser Serie sind für mich vor allem die brillant bissigen Dialoge von Violet Crawley, die von Maggie Smith einfach wunderbar gespielt wird.
Hach, ich liebe diese Serie, habe selten so viele Tränchen vergossen und mit fiktiven Charakteren so mitgelitten. Grandios! Wirklich schade, dass ich nur noch eine Staffel vor mir habe…

© Claudia Bett

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5 Gedanken zu “Mein Monatsrückblick Juli 2016

    • Ja, Downton Abbey ist wirklich großartig. Häufig sind solche Serien ja so schnulzig und kitschüberladen, aber Downton Abbey ist kein bisschen kitschig. Vielen Dank für den Buchtipp! Das klingt super interessant.
      Liebe Grüße
      Claudia

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    • „Downton Abbey“ ist wirklich grandios. Ist natürlich etwas ganz anderes als „Game of Thrones“, aber dennoch super spannend. Ein paar der Schauspieler spielen übrigens auch bei „Game of Thrones“ mit.
      Liebe Grüße
      Claudia 😉

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