Mein Monatsrückblick August 2016

Gelesen:

Im Juli hatte ich ja kein besonders glückliches Händchen bei meiner Buchauswahl, konnte gleich zwei totale Leseflops verbuchen und nur mit viel Mühe überhaupt eines meiner gelesenen Bücher zum Lesehighlight des Monats küren.
Es konnte im August also nur besser werden, was es glücklicherweise auch wurde. Wenn man zu Büchern von Joy Fielding, Stephen King und Zoran Drvenkar greift, kann natürlich nicht allzu viel schiefgehen, aber ich habe im August auch zwei Debütromane sowie ein Buch einer mir bislang unbekannten Autorin gelesen, und da kann man ja nie wissen, was auf einen zukommt, auch wenn die Klappentexte vielversprechend klingen.

Ich habe im vergangenen Monat sechs Bücher gelesen – das waren 2383 Seiten, also ca. 77 Seiten pro Tag (mit einem Klick auf das Cover oder den Buchtitel gelangt Ihr zu meinen Rezensionen; die noch ausstehenden Rezensionen folgen in den nächsten Tagen)

Ausnahmslos alle Bücher, die ich im August gelesen habe, waren so unglaublich gut, dass ich kaum etwas zu meckern hatte und es mir nun recht schwerfiel, mich auf nur ein einziges Lesehighlight des Monats festzulegen.

Wendy Walker - Nichts ist je vergessenIch habe mich letztendlich für Dark Memories – Nichts ist je vergessen von Wendy Walker entschieden, denn bei diesem Buch hat für mich einfach alles gestimmt – die Spannung, die Erzählweise, die Protagonisten und vor allem die interessante Thematik. Die Autorin hat sich in ihrem Debütroman sehr intensiv mit Gedächtnisfoschung und Traumatherapien auseinandergesetzt, diese Themen in eine raffinierte und spannende Romanhandlung eingebettet und mich deshalb in jeglicher Hinsicht überzeugt.

Zoran Drvenkar - SorryWürde sich meine Bewertung vor allem nach sprachlichen und stilistischen Kriterien richten, wäre jedoch Zoran Drvenkars Sorry mein Lesehighlight des Monats geworden. Drvenkars Sprache ist einfach wunderbar – knapp, aber sehr eindringlich, manchmal geradezu poetisch und entwickelt einen ungeheueren Sog. Sein Erzählstil ist sehr außergewöhnlich, sein raffiniertes Spiel mit verschiedenen Erzählperspektiven geradezu verstörend. Thematisch verlangt Drvenkar seinen Lesern allerdings einiges ab, auch Sorry ist nichts für zartbesaitete Gemüter, aber ein sehr kunstvoller und innovativer Thriller, der unter die Haut geht.

Dass Stephen King ein grandioser Erzähler ist, ist nichts Neues, aber in Joyland zeigt er sich von seiner ruhiger und feinfühligen Seite und beweist, dass er eben nicht nur der „Meister des Grauens“ ist, sondern auch sehr tiefgründige und berührende Romane schreiben kann, die ohne gruselige Schreckensmomente auskommen.

 

tim-erzberg-hell-go-landTim Erzbergs Debüt Hell-Go-Land hat mich eine schlaflose Nacht gekostet, weil ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte und unbedingt wissen musste, wie dieser spannungsgeladene Thriller endet. Dieses Buch hat mich überaus positiv überrascht. Müsste ich den Thriller mit dem klaustrophobischsten Schauplatz und der beklemmendsten Atmosphäre nennen, fiele meine Wahl wohl auf Hell-Go-Land.

 

Die Schwester von Joy FieldingJoy Fielding hat mit Die Schwester wieder einmal bewiesen, dass sie ihr Handwerk versteht, denn sie liefert eigentlich recht zuverlässig immer sehr solide Thriller ab, die sich flüssig und leicht weglesen lassen und einfach spannend sind.

 

 

Mary Kubica - Pretty BabyBei meiner Bewertung von Mary Kubicas Pretty Baby musste ich allerdings ein Sternchen abziehen, weil der Einstieg in dieses Buch doch etwas langatmig war, aber ansonsten hat es mir sehr gut gefallen und lieferte sehr verstörende Einblicke in menschliche Abgründe und Schicksale.

 

 

Alle, die in meinem Monatsrückblick nun die Rubriken Gehört und Gesehen vermissen, muss ich leider enttäuschen, denn ich habe im August selten Musik gehört und bin immer noch beleidigt und sauer, dass es mit Game of Thrones erst im kommenden Jahr und mit Downton Abbey gar nicht mehr weitergeht. Alle Versuche, in eine neue Serie einzusteigen, sind gescheitert, weil mir keine so recht gefallen wollte und mir in den Sommermonaten ohnehin selten der Sinn nach der Flimmerkiste steht. Das wird sich vermutlich wieder ändern, wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, aber momentan verbringe ich meine Zeit lieber mit Lesen und Schreiben.

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4 Gedanken zu “Mein Monatsrückblick August 2016

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