Auf diese Neuerscheinungen freue ich mich im November 2016

Ich kann es manchmal gar nicht fassen, wie schnell ein Monat vergeht. Erst heute ist mir aufgefallen, dass sich der Oktober schon seinem Ende nähert und es an der Zeit wäre, mal wieder in den Verlagsvorschauen zu stöbern und zu schauen, welche Bücher im kommenden Monat erscheinen werden. Wie nicht anders erwartet, bin ich natürlich wieder fündig geworden und habe fünf Bücher entdeckt, die mein Interesse geweckt haben:

sabine-kornbichler-wie-aus-dem-nichtsLügen können Leben zerstören, die Wahrheit aber auch …

Lügen können Leben zerstören, die Wahrheit aber auch. Das weiß Dana Rosin nur zu gut. Die Inhaberin einer Alibi-Agentur hat schon vor langer Zeit einen Pakt mit der Lüge geschlossen. Ihr neuer Freund Alex – ein Enthüllungsjournalist und Verfechter der Wahrheit – lehnt ihre Einstellung allerdings strikt ab. Doch dann wird er eines Morgens erschossen, während sich Dana in letzter Sekunde vor dem Mörder verstecken kann. Bei den polizeilichen Ermittlungen stellt sich schnell heraus, dass Alex nicht der war, als der er sich ausgegeben hat. Wer aber war er dann? Und warum musste er sterben? Fragen, die Dana nicht loslassen – und ihr Leben in Gefahr bringen. (Klappentext: Piper)


Sabine Kornbichler – Wie aus dem Nichts
Verlag: Piper
Ersterscheinungstermin: 02. November 2016
Klappenbroschur – 368 Seiten – 12,99 €
ISBN 978-3-492-30873-1


rosamund-lupton-lautlose-nachtEine Frau, die alles riskiert. Ein Kind, das über sich hinauswächst. Eine lebensgefährliche Fahrt durch die arktische Nacht.
Die britische Physikerin Yasmin fliegt mit ihrer zehnjährigen Tochter Ruby nach Alaska, um ihren Mann Matt zu treffen, der dort einen Dokumentarfilm dreht. Doch die Polizei empfängt sie mit der Nachricht, dass Matt weit oben im Polarkreis umgekommen ist. Yasmin will das nicht glauben. Sie ist überzeugt, dass Matt am Leben ist und ihre Hilfe braucht. Zusammen mit Ruby macht sie sich auf eine lebensgefährliche Reise durch ewiges Eis und ewige Nacht, um ihn zu finden. Und irgendwann bemerkt sie, dass jemand sie verfolgt. Jemand, der ihnen Böses will…
Atmosphärisch, hochspannend – mit einem spektakulären Plot: der neue Roman von Bestsellerautorin Rosamund Lupton.
(Klappentext: dtv)

Verlag: dtv Premium
Ersterscheinungstermin: 11. November 2016
Klappenbroschur – 384 Seiten – 14,90 €
ISBN 978-3-423-26121-0


Saving GraceBis dein Tod uns scheidet von BA ParisNiemand glaubt dir. Niemand hilft dir. Du gehörst ihm …

Grace und Jack Angel sind das perfekte Paar. Die dreiunddreißigjährige Grace ist warmherzig, liebevoll, bildhübsch. Jack sieht gut aus, ist charmant und kämpft als renommierter Anwalt für die Rechte misshandelter Frauen. Aber sollte man Perfektion jemals trauen? Warum zum Beispiel kann Grace auf Dinnerpartys so viel essen und nimmt doch niemals zu? Warum umgibt ein hoher Zaun Jacks und Graces wunderschönes Haus? Doch wenn man Grace danach fragen möchte, stellt man fest, dass sie nie allein ist. Denn Jack ist immer – wirklich immer – an ihrer Seite … (Klappentext: Blanvalet)

 

B. A. Paris – Saving Grace. Bis dein Tod uns scheidet
Verlag: Blanvalet
Ersterscheinungstermin: 21. November 2016
Klappenbroschur – 352 Seiten – 9,99 €
ISBN 978-3-7341-0263-9


sofie-rathjens-aschenkindMörderisches Land.
Leonie ist heilfroh, als sie in dem verschlafenen Dorf im hohen Norden ankommt. Hier will sie endlich Abstand zu ihrer Scheidung gewinnen und in Ruhe als Lehrerin arbeiten. Bald jedoch stößt sie auf einem Acker über ein brutal ermordetes Mädchen. Zusammen mit dem kauzigen Dorfpolizisten Wahnknecht begibt sie sich auf die atemlose Jagd nach einem Mörder, der sich wie ein Phantom wieder und wieder entzieht. Dann kommt auch noch eine alte Dorflegende ins Spiel. Und obwohl Leonie nicht an Geister glaubt, wird das Ganze immer rätselhafter für sie …
Eine wunderbare Landschaft und eine eigenwillige Frau, die zur Detektivin wider Willen werden muss. (Klappentext: Aufbau Verlag)

 

Sofie Rathjens – Aschenkind
Verlag: Aufbau Taschenbuch
Ersterscheinungstermin: 14. November 2016
Taschenbuch – 400 Seiten – 9,99 €
ISBN 978-3-7466-3283-4


lucy-atkins-an-jenem-dunklen-tagAls Tess den erfolgreichen Kinderherzchirurgen Greg kennenlernt, ist es bei beiden Liebe auf den ersten Blick. Schon bald wird Tess schwanger, und ohne zu zögern folgt sie Greg von London in die USA, wo er einen wichtigen Posten annimmt. Doch für Tess fühlt sich ab dem ersten Moment alles falsch an: Der stille Vorort wirkt feindselig, das Haus viel zu groß, die Nachbarn abweisend – und Tess wird das Gefühl nicht los, dass jemand sie verfolgt. Das Schlimmste ist jedoch, dass Greg sich völlig verändert und ihr plötzlich wie ein Fremder erscheint. Dann trifft der erste Drohbrief ein. Und Tess muss sich fragen, wer es auf sie abgesehen hat – und warum Greg von alldem nichts wissen will … (Klappentext: Bastei Lübbe)

 

Lucy Atkins – An jenem dunklen Tag
Verlag: Bastei Lübbe
Ersterscheinungstermin: 11. November 2016
Taschenbuch – 413 Seiten – 11,00 €
ISBN 978-3-404-17434-8

Buchrezension: Chris Carter – Der Kruzifix-Killer

Chris-carter-der-kruzifix-killerInhalt:

Als Detektive Robert Hunter an einen Tatort gerufen wird und im Nacken der grausam verstümmelten Frauenleiche ein eingeritztes Kreuz mit zwei Querbalken entdeckt, ist er schockiert. Er kennt dieses Zeichen nur allzu gut, denn es ist das Markenzeichen des Kruzifix-Killers, der sieben Menschen auf grausamste Weise gefoltert und ermordet hatte und im Nacken seiner Opfer dieses markante Doppelkreuz hinterließ. Vor anderthalb Jahren konnte dieser religiöse Fanatiker allerdings gefasst werden, hat die Morde auch gestanden, wurde zum Tode verurteilt und hingerichtet. Da die Informationen über das Symbol, mit dem er seine Opfer gekennzeichnet hatte, unter Verschluss gehalten wurden und nie an die Öffentlichkeit gelangten, kann es sich bei dem aktuellen Mordfall auch kaum um einen Nachahmungstäter handeln. Robert Hunter hat den Verdacht, dass vor anderthalb Jahren der falsche Täter festgenommen und hingerichtet wurde. Aber warum hat dieser die Taten damals gestanden? Gemeinsam mit seinem neuen Partner Carlos Garcia begibt er sich auf die Jagd nach dem grausamen Mörder, und nachdem ein weiterer Mord geschieht, ist Hunter sicher – der Kruzifix-Killer lebt!

Meine persönliche Meinung:

Sobald es um Thriller geht und man mit Menschen, die dieses Genre gerne lesen, ins Gespräch kommt, fällt der Name Chris Carter. Ich hatte fast den Eindruck, dass ich der einzige Mensch auf diesem Planeten bin, der bislang noch kein Buch dieses Stars am Thrillerhimmel gelesen hatte. Zunehmend wurde mir das Gefühl vermittelt, etwas wirklich Geniales verpasst zu haben, sodass meine Neugierde auf Chris Carters Robert-Hunter-Reihe nun doch immer größer wurde, obwohl mich bislang schon allein die reißerischen Titel abgeschreckt hatten. Da ich Thriller-Reihen immer in der richtigen Reihenfolge lesen möchte, startete ich nun also erwartungsvoll mit Der Kruzifix-Killer, dem ersten Band der Robert-Hunter-Reihe.
Um es kurz zu machen – mir ist nicht klar, was an diesem Buch nun so besonders sein soll. Wirklich besonders waren eigentlich nur die recht detaillierten Beschreibungen diverser Folter- und Mordmethoden, mit denen der Täter seine Opfer übergebührlich lange quält, bevor sie schließlich den erlösenden Tod finden. Ich kann das alles zwar durchaus aushalten, aber Spaß macht dieses effekthascherische Gemetzel nun nicht gerade und trägt leider auch nicht zur Spannung dieses Thrillers bei. Chris Carter hat in diesem Buch wirklich keine Perversion ausgelassen, zu der Menschen fähig sind. Ich mag es einfach lieber, wenn die Abgründe der menschlichen Seele psychologisch ausgefeilt dargestellt werden, denn das was zwischen den Zeilen steht und sich dann nur in meinem Kopf abspielt, ist häufig einfach viel schockierender als die Aneinanderreihung blutiger Details, die mich allenfalls abstumpfen lassen und irgendwann langweilen. Sie sind im besten Fall einfach nur unappetitlich, aber schockierend oder gar spannend sind sie für mich leider nicht. Ich hatte beim Lesen auch häufig den Eindruck, das alles, wenn auch nicht so geballt, schon einmal gelesen zu haben, denn innovative Ideen konnte ich keine ausmachen.
Das letzte Fünkchen Spannung hatte aber bereits der Klappentext gekillt, denn wenn man diesen aufmerksam gelesen hat, weiß man spätestens nach der Hälfte dieses Thrillers, wer der Täter ist. Ich habe bei meiner eigenen Zusammenfassung des Inhalts jedenfalls auf diesen Hinweis verzichtet und würde jedem, der das Buch lesen möchte, raten, den Klappentext nicht zu lesen. Nun, diesen Fauxpas kann man dem Autor jedenfalls schwerlich anlasten, denn er hat den Klappentext sicher nicht geschrieben.
Eine Überraschung war es jedenfalls nicht, als der Täter am Ende feststand, und der Weg zur Auflösung des Falls war auch nicht wendungsreich. Ich mag es eigentlich, wenn mich ein Autor immer wieder auf die falsche Fährte lockt und geschickt Spuren legt, die in die Irre führen, aber auch das hat in diesem Thriller vollkommen gefehlt. Wer der Täter ist, wusste ich jedenfalls sehr schnell, kam diesbezüglich auch nie ins Straucheln, sodass ich mir eigentlich nur noch die Frage nach seinem Motiv gestellt habe. Diese ließ mich das Buch dann auch bis zur letzten Seite durchhalten und wurde am Ende auch zu meiner Zufriedenheit gelöst, denn hier liefert der Autor erstmals tiefe Einblicke in die kranke Seele dieses psychopathischen Serienmörders. Chris Carter hat forensische Psychologie studiert und jahrelang als Kriminalpsychologe gearbeitet, was am Ende dieses Thrillers auch deutlich zutage tritt und mich wirklich beeindruckt hat, aber das ganze Buch über war davon leider recht wenig zu spüren.
Der Autor gibt sich im Auftakt seiner Thriller-Reihe jedoch sehr viel Mühe, die beiden Ermittlerfiguren Robert Hunter und seinen Partner Carlos Garcia sehr gut auszuarbeiten, wobei sein besonderes Augenmerk auf Robert Hunter liegt, der mir auch sehr sympathisch war. Dabei ist es ziemlich schwierig, es mir diesbezüglich noch recht zu machen, denn sowohl die unbesiegbaren Superhelden als auch die vollkommen gebrochenen und depressiven Ermittlercharaktere habe ich inzwischen satt, aber mit Robert Hunter hat Chris Carter einen Protagonisten geschaffen, der mir gut gefallen hat, da er eine gelungene Mischung aus beidem ist– gebildet, klug und attraktiv, aber durchaus mit Ecken, Kanten und so einigen Schwächen, die ihn nicht unfehlbar und deshalb eben auch sympathisch machen.
Trotzdem werde ich es wohl bei Hunters erstem Fall belassen, weil mich einfach zu vieles an diesem Thriller gestört hat. Ich muss zugeben, dass er sich sehr schnell lesen ließ, was aber schon allein der recht einfach gehaltenen Sprache geschuldet ist. Nun ja, ich hatte jetzt auch kein sprachliches Meisterwerk erwartet, aber auch sonst war der Kruzifix-Killer nicht gerade überragend, sondern bestenfalls durchschnittliche, wenn auch überdurchschnittlich brutale Massenthrillerware und nichts, was im Gedächtnis bleibt.

© Claudia Bett

Meine Bewertung: ⭐ ⭐ (2 von 5 Sternchen)

Buchdetails:

Chris Carter: Der Kruzifix-Killer
Verlag: Ullstein
Ersterscheinungsdatum: 10. Juni 2009
480 Seiten
ISBN 978-3-548-28109-4

Cover: Ullstein Buchverlage

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Buchmesseblues-Challenge

14625795_10202355977777694_546269252_oDie Frankfurter Buchmesse ist vorbei und viele leiden nun unter dem Messeblues, da die Monate bis zur nächsten Buchmesse fast endlos scheinen. Ich habe auch einen kleinen Messeblues, weil ich es dieses Jahr gar nicht zur Frankfurter Buchmesse geschafft habe, obwohl ich es mir fest vorgenommen hatte, und die vielen Berichte über die Messe mich schon ein bisschen neidisch werden lassen.

Für alle, die nun etwas traurig sind, weil die erlebnisreichen Messetage wie im Flug vergingen und nun hinter ihnen liegen, aber auch für die frustriert Daheimgebliebenen haben sich Anabelle von Stehlblüten und Philip von Book Walk eine Challenge ausgedacht, um den Blues zu vertreiben, die Wochen bis Weihnachten mit schönen Lesestunden zu überbrücken und gemeinsam mit anderen buchverrückten Menschen eine kleine Leseparty zu feiern.

Da nach der Buchmesse immer etwas Ebbe im Portemonnaie herrscht, weil man ja so viele neue Bücher entdeckt hat, die man sich unbedingt zulegen musste, geht es bei der Challenge darum, vom 24. Oktober 2016 bis zum 17. Dezember 2016 so viele Aufgaben wie möglich zu erfüllen und dabei nur die Bücher zu lesen, die ungelesen in den Regalen schlummern und darauf warten, entdeckt zu werden. Auch ohne auf der Buchmesse gewesen zu sein, hat sich bei mir in der letzten Zeit ein ordentlicher Stapel ungelesener Bücher angesammelt, denn einen guten Grund, mir ein neues Buch zu kaufen, finde ich eigentlich immer. Es macht also durchaus Sinn, meinem SuB auf den Leib zu rücken und von Neuanschaffungen erstmal abzusehen. Außerdem finde ich die Aufgaben interessant und denke auch, dass ich einige davon bewältigen kann.

Hier nun die Aufgaben: (erfüllte Aufgaben werden hier im Beitrag laufend ergänzt)

  •     Lies ein Buch, das sich schon mehr als ein Jahr auf dem SuB befindet.⇒ Paula Hawkins – Girl on the Train
  •     Beende eine angefangene Reihe.
  •     Lies einen Einzelband.⇒ Patricia Walter – Kalte Erinnerung
  •     Lies ein Buch, dessen Genre du sonst nicht so oft liest.
  •     Lies ein Buch mit über 500 Seiten.⇒ Caroline Kepnes – You. Du wirst mich lieben
  •     Lies ein Buch, das du dir nicht selbst gekauft hast. B. A. Paris – Saving Grace. Bis dein Tod uns scheidet
  •     Lies ein Buch, das du aufgrund einer Rezension/eines Bookstagram-Posts gekauft hast.⇒ S. L. Grey – Under Ground
  •     Lies ein Buch, dessen Titel nur aus einem Wort besteht.⇒ Jutta Maria Herrmann – Hotline
  •     Lies ein Buch von einem Autor, den du noch nicht kennst. ⇒ Anna Snoekstra – Ihr letzter Sommer
  •     Lies ein Buch von einem Autor, von dem du am meisten Bücher im Regal hast.
  •     Lies ein Buch mit einem gelben oder orangen Cover. ⇒ Julia Heaberlin – Mädchentod
  •     Lies ein fremdsprachiges Buch.

Das Tolle an dieser Challenge ist aber auch, dass es auch etwas zu gewinnen gibt – nämlich ein Buch 😉

Aus diesem Grund sollte jeder Teilnehmer auch 5 Bücher von seiner Wunschliste nennen und kurz erzählen, warum er sich dieses Buch wünscht.

Hier also meine Wunschliste:

  1. Justin Cronin – Die Spiegelstadt (weil ich Der Übergang in den letzten Wochen regelrecht verschlungen habe, inzwischen mit Die Zwölf, dem zweiten Band der Reihe, gestartet bin und bislang so begeistert bin von diesem grandiosen Epos, dass ich das Ende dieser Trilogie schon jetzt kaum abwarten kann)
  2. Emma Cline – The Girls (weil ich von diesem Buch inzwischen so viel Gutes gehört habe, mich die Thematik sehr interessiert und es deshalb unbedingt lesen möchte)
  3. Wolfgang Hohlbein – Mörderhotel (weil ich den Autor schon bei einer Lesung kennenlernen durfte, ihn sehr sympathisch fand, aber trotzdem noch nie ein Buch von ihm gelesen habe, weil ich kein sehr großer Fan von Fantasy-Romanen bin. In Mörderhotel bedient Hohlbein jedoch gleich mehrere Genres, in denen ich mich zuhause fühle, denn es ist historischer Roman, Krimi und Horrorthriller zugleich und klingt einfach super spannend)
  4. Stephen King – Revival (weil ich ein großer Fan von Stephen King bin, er ein großartiger Erzähler ist und mir Revival in meiner Stephen-King-Sammlung noch fehlt)
  5. Thomas Finn – Dark Wood (weil ich das Buch vor Monaten in einer Verlagsvorschau entdeckt habe, seither ständig in Buchhandlungen um das Buch schleiche und der Klappentext einfach unglaublich spannend und vielversprechend tönt)

Die genauen Teilnahmebedingungen findet Ihr bei Anabelle von Stehlblüten sowie bei Philip von Book Walk und dort könnt Ihr Euch zu der Challenge auch anmelden.

Ich wünsche allen Teilnehmern spannende und schöne Lesestunden!

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Buchrezension: David Morrell – Creepers

david-morrell-creepersInhalt:

Der Geschichtsprofessor Robert Conklin und drei seiner ehemaligen Studenten sind sogenannte „Creepers“ bzw. „Urban Explorers“, also Menschen, die heimlich in verlassene und dem Verfall preisgegebene Gebäude eindringen, um die Relikte der Vergangenheit zu erkunden und sie zu dokumentieren. Ihre aktuelle Expedition, zu der Conklin auch den Reporter Frank Balenger eingeladen hat, führt sie nach Asbury Park ins Paragon Hotel. Dieses ehemals pompöse Luxushotel wurde vor mehr als hundert Jahren erbaut, steht seit über dreißig Jahren leer und soll nun bald abgerissen werden. Streng nach der Devise, nichts am Zustand des einst belebten Hotels zu verändern, sondern seinen Verfall nur zu dokumentieren, dringen die fünf eines Nachts durch einen unterirdischen Tunnel in das heruntergekommene Gebäude ein. Gemeinsam erkunden sie nun die Räume, die noch immer die Spuren der letzten Hotelgäste und auch die des recht skurrilen Erbauers und Hotelbesitzers Morgan Carlisle tragen, der nach der Schließung weiterhin in seinem Hotel gelebt hat, es nie verließ und schließlich Selbstmord beging. Der marode Zustand des Gebäudes macht die Entdeckungstour zu einem sehr gefährlichen Unterfangen. Doch die eigentliche Gefahr lauert nicht hinter den bröckelnden Wänden, unter einstürzenden Decken und auf morschen Treppen, denn die fünf Creepers müssen zu ihrem Entsetzen feststellen, dass sie nicht alleine sind. Das Gebäude wird zur tödlichen Falle, und die Expedition entwickelt sich zu einem grauenhaften Alptraum, aus dem es kein Entrinnen mehr zu geben scheint.

Meine persönliche Meinung:

Verlassene und vergessene Gebäude, sogenannte „Lost Places“ finde ich unglaublich interessant und spannend. Der morbide Charakter, der diesen verfallenen Gemäuern innewohnt, fasziniert mich sehr, denn der Verfall dieser Häuser, die sich die Natur Stück für Stück zurückerobert und in denen trotzdem noch immer die Reste des Lebens, das einst in ihnen herrschte, zu sehen sind, ist nicht nur geheimnisvoll und mystisch, sondern teilweise auch sehr ästhetisch. Da sogar das Inventar häufig zurückgelassen wurde, scheint es fast, als würden die Menschen, für die diese Gegenstände einst eine Bedeutung hatten, noch immer an diesen Orten leben und seien nur kurz gegangen. Und so bieten diese verlassenen Gebäude, seien es Wohnhäuser, Villen, Industrieanlagen oder Kliniken, einen viel authentischeren, ehrlicheren und vor allem unmittelbareren Blick auf die Vergangenheit, als es Museen oder sanierte Bauwerke jemals könnten. Leider werden viele solcher Lost Places durch Vandalismus zerstört und aus ihrem Dornröschenschlaf gerissen. Sobald sie zum Ausflugsziel erkoren werden, wie etwa die Beelitz-Heilstätten – der wohl berühmteste Lost Place in Deutschland – oder die ersten Archäologen und Denkmalschützer diese Gebäude erforschen, ist der Charme dieser Orte natürlich dahin, denn dieser beruht eben gerade darauf, dass diese Bauten verlassen, vergessen und sich selbst überlassen wurden. Menschen, die von solchen Gebäuden fasziniert sind, sie aus historischem Interesse erkunden und dokumentieren oder die Ästhetik des Verfalls und die verblassende Schönheit einstiger Prachtbauten auf Fotografien festhalten wollen, nennt man „Urban Explorers“ oder „Creepers“. Die goldene Regel der Urban Explorers ist es, den verlassenen Ort genau in dem Zustand zu belassen, in dem er vorgefunden wurde, also nichts zu verändern, zu zerstören oder gar mitzunehmen, sondern sich die Relikte der Vergangenheit nur anzuschauen und sie zu fotografieren. Trotzdem ist Urban Exploration eigentlich illegal, da es sich dabei – zumindest wenn keine offizielle Genehmigung vorliegt – um Hausfriedensbruch handelt. Außerdem ist es auch nicht ganz ungefährlich, denn die Decken können einstürzen, Treppen und Fußböden einbrechen. Obwohl mich solche Gebäude faszinieren, ist diese Freizeitbeschäftigung für Angsthasen wie mich eher ungeeignet, sodass ich es dabei belasse, mir die teilweise wirklich wunderschönen Bildbände anzusehen oder eben Bücher wie Creepers von David Morrell zu lesen.
Als ich den Klappentext gelesen hatte, musste ich das Buch einfach lesen. Ich habe einen gruseligen Thriller mit Mystery-Elementen erwartet, denn zweifellos sind solche verlassenen Gebäude natürlich nicht nur historisch interessant, sondern vor allem sehr geheimnisvoll und gruselig, zumal sich um viele verlassene Häuser düstere und schaurige Geschichten ranken. Im Nachwort seines Thrillers berichtet der Autor, dass auch er ein Creeper sei und ihn Lost Places schon seit seiner Kindheit magisch anziehen. Diese Faszination spürt man auch deutlich im ersten Drittel dieses Buches. Ich hätte problemlos weitere tausend Seiten an der Seite von Professor Conklin und seinen vier Begleitern durch das verlassene Paragon Hotel wandeln können. David Morrell versteht es wirklich ausgezeichnet, dieses Gebäude vor den Augen des Lesers Gestalt annehmen zu lassen und die gruselige Atmosphäre, die ihm innewohnt, perfekt zu inszenieren. Man kann den modrig faulen Geruch förmlich riechen und spürt, wie der aufgewirbelte Staub, der sich seit Jahrzehnten auf dem Inventar angesammelt hat, im Hals kratzt. Der Autor hat dieses Haus auch mit einer interessanten und bizarren Vergangenheit versehen, die eng mit der Geschichte des ehemaligen Hotelbesitzers verwoben ist, der eine äußerst skurrile Persönlichkeit war. Er hat dieses Hotel erbaut und aufgrund einer Krankheit bis zu seinem Tod niemals verlassen. Das Hotel war seine Möglichkeit, trotzdem am Leben anderer Menschen teilzuhaben, indem er seine Hotelgäste genauestens beobachtete und so zum Zeuge ihrer Schicksale, Geheimnisse und Perversionen wurde. Als er die Pforten seines Hotels schloss, ließ er die Hotelzimmer in dem Zustand, in dem die letzten Gäste sie verließen, sodass die fünf Creeper dort einige überaus verstörenden Entdeckungen machen. Ich erwischte mich dabei, dass ich vor jeder Tür, die sie öffneten, den Atem anhielt, weil ich es kaum erwarten konnte, zu erfahren, was sich dahinter verbergen mag und gleichzeitig auch Angst hatte, welche schrecklichen Dinge sie dort erwarten werden. Hinzu kommt, dass das Gebäude so marode ist, dass jeder Schritt gefährlich werden kann, da die Fußböden und Treppen von Fäulnis zerstört wurden und einstürzen können.
Nun war mir schon klar, dass irgendetwas passieren wird und es der Autor sicher nicht dabei bewenden lässt, den Leser an der Seite dieser fünf Protagonisten einfach nur durch dieses verwunschene Hotel zu führen. Irgendwann merken sie jedenfalls, dass sie durchaus nicht allein in diesem verlassenen Gebäude sind, und die Handlung nimmt eine überraschende Wendung. Das Hotel wird zur tödlichen Falle, als sie sich gegen andere Eindringlinge zur Wehr setzen müssen, die sich keineswegs aufgrund ihrer Faszination für verlassene Gebäude in das Haus geschlichen haben. Auch innerhalb der Gruppe treten nun plötzlich völlig andere Motive zutage, als nur historisches Interesse an der Vergangenheit. Und nicht nur das – sie müssen auch feststellen, dass das Hotel seit dem Tod des Erbauers keineswegs unbewohnt war und jemand weder sie noch die anderen Eindringlinge lebend aus dem Gebäude lassen wird. Nun geht es nur noch darum, in diesem Labyrinth voller Geheimgänge einen Weg nach draußen zu finden, sich gegen alle Feinde erfolgreich zur Wehr zu setzen und diesem Alptraum zu entkommen.
Es wäre vielleicht schlau gewesen, wenn ich mich im Vorfeld über den Autor informiert hätte, denn mir sagte sein Name bislang leider gar nichts. David Morrell gilt als der Vater des modernen Actionthrillers und hat auch die Figur Rambo erfunden. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich mich auch nicht gewundert, dass sich das Buch von einem anfänglich schaurigen Mysterythriller zum rasanten Actionthriller mit viel Krawumm entwickelt. Zweifellos ist der Autor ein Meister dieses Genres und versteht es, Spannung aufzubauen und einen turbulenten, actiongeladenen Plot zu konstruieren, denn ich fühlte mich wie im Kinosessel, während ein brutaler Actionfilm über die Leinwand rauscht. Leider kann ich weder diesen Filmen noch solchen Büchern viel abgewinnen. Obwohl die Kulisse natürlich nach wie vor großartig war, blieben die gruseligen und düsteren Momente nach der ersten Wendung einfach aus und wurden durch ein temporeiches Action- und Katastrophenszenario ersetzt. Wie es bei diesem Genre wohl üblich ist, gibt es einen Helden, der nahezu unbesiegbar ist, während die anderen Protagonisten blass bleiben. Außer zu Frank Balenger, der keineswegs Reporter, sondern wie Rambo Kriegsveteran und somit natürlich kampferfahren ist, konnte ich zu keinem der Protagonisten eine Bindung aufbauen. Auch die anderen Eindringlinge sind vollkommen konturlos und so klischeeüberladen, dass sie, obwohl der Autor jeden mit einem Namen und einem recht auffälligen Äußeren ausgestattet hat, kaum zu unterscheiden sind. Einen wahren Sympathieträger auszumachen, wollte mir jedenfalls nicht gelingen. Nun gut, man muss die Protagonisten eines Romans auch nicht mögen, aber dies führte eben dazu, dass mir nahezu egal war, ob sie diese Nacht im Paragon Hotel nun überleben oder nicht. Logischerweise überstehen nicht alle diesen brutalen Alptraum, aber an Leichen hat David Morrell in seinem Thriller ohnehin nicht gespart. Ich muss allerdings zugeben, dass Creepers von der ersten bis zur letzten Seite spannend war und ich in Höchstgeschwindigkeit durch das Buch geflogen bin, da einfach auf jeder Seite etwas Unerwartetes passiert und der Autor zahlreiche, wenn auch sehr überkonstruierte Wendungen eingebaut hat. Mir fehlte in der zweiten Hälfte lediglich die düstere Gruselatmosphäre, die David Morrell am Anfang seines Thrillers so gekonnt aufgebaut hat und mir häufig Gänsehaut bescherte. Was den Schauplatz anbelangt, war dieses Buch wirklich grandios, wer rasante und brutale Actionthriller mag, wird Creepers sicher lieben, aber mir wäre etwas weniger Action und etwas mehr Grusel einfach lieber gewesen.

© Claudia Bett

 Meine Bewertung: ⭐ ⭐ ⭐ (3 von 5 Sternchen)

Buchdetails:

David Morrell: Creepers
Verlag: Knaur
Ersterscheinungsdatum: 01. Dezember 2006
428 Seiten
ISBN 978-3-426-63447-9

Cover: Knaur Verlag

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Buchrezension: Vincent Kliesch – Die Reinheit des Todes

Die Reinheit des Todes von Vincent KlieschInhalt:

Eine grausame Mordserie erschüttert Berlin und stellt die Beamten des LKAs vor ein unlösbares Rätsel. Ein Serienmörder, den die Ermittler nur den „Putzteufel“ nennen, hat nun schon zum dritten Mal zugeschlagen und hinterließ nach jedem Mord einen so akribisch gereinigten Tatort, dass es der Spurensicherung nicht möglich ist, brauchbare Spuren zu finden, die Rückschlüsse auf den Täter zuließen.
Quirin Meisner, der Leiter der Mordkommission, ist mit seinem Latein am Ende und bittet deshalb seinen ehemaligen Kollegen Julius Kern um Hilfe, denn ihm war es mit seinen recht außergewöhnlichen Ermittlungsmethoden drei Jahre zuvor gelungen, den brutalen Massenmörder Tassilo Michaelis aufzuspüren. Allerdings leidet Kern noch heute unter diesem Fall, da Tassilo die Taten nicht nachgewiesen werden konnten und er deshalb vor Gericht freigesprochen wurde.
Nach Tassilos Freispruch ließ sich Kern nach Brandenburg versetzen, lässt sich allerdings nun doch überreden, das LKA Berlin zu unterstützen und setzt alles daran, den „Putzteufel“ zu fassen. Er weiß, dass ihm die Zeit davonläuft, denn während er mit seinen Ermittlungen noch ganz am Anfang steht, hat der geheimnisvolle Serienmörder bereits sein nächstes Opfer im Visier. Zu seinem Entsetzen muss Julius Kern erkennen, dass er dem „Putzteufel“ nur mit Hilfe des Mannes auf die Spur kommen kann, den er am meisten verabscheut und eigentlich nie wieder sehen wollte.

Meine persönliche Meinung:

Die Reinheit des Todes von Vincent Kliesch lag nun schon seit geraumer Zeit auf meinem Stapel ungelesener Bücher und fiel mir neulich beim Aufräumen meiner Bücherregale wieder in die Hände – ein Zeichen also, das Buch nun endlich zu lesen. Es handelt sich dabei um den ersten Band der inzwischen abgeschlossenen Trilogie um den Ermittler Julius Kern und seinen Widersacher Tassilo Michaelis.
Nach einem sehr rätselhaften und kurzen Prolog, ist man schon auf den ersten Seiten mitten im Geschehen und begleitet Julius Kern und die Ermittler des LKAs am Tatort des dritten Opfers des „Putzteufels“. Wie bereits bei den beiden vorangegangenen Morden wurde die Leiche in ein weißes Hemd gehüllt und das Zimmer geradezu klinisch gereinigt. Der Mörder muss sich nach der Tat noch stundenlang in der Wohnung aufgehalten haben, um zu putzen, denn nicht einmal vom Opfer sind noch Fingerabdrücke zu finden und selbst die Bilderrahmen wurden akribisch gesäubert. Alles spricht dafür, dass der Täter die Morde präzise geplant und seine Opfer ganz bewusst ausgewählt hat, obwohl es zunächst keine Verbindung zwischen ihnen zu geben scheint.
Julius Kern versucht, sich in Psyche des Serienmörders hineinzuversetzen, indem er zum Beispiel eine Nacht damit verbringt, sein Wohnzimmer ebenso sorgfältig zu putzen wie der „Putzteufel“ die Wohnung seiner Opfer. Außerdem sucht er einen Religionswissenschaftler auf, um herauszufinden, ob die Morde eventuell einen religiösen Hintergrund haben könnten. Mit solch ungewöhnlichen Methoden war es ihm bereits drei Jahre zuvor gelungen, Tassilo Michaelis aufzuspüren, der fünf Menschen auf grausame Weise getötet hatte. Allerdings wurde Tassilo vor Gericht freigesprochen, weil ihm die Morde nicht nachgewiesen werden konnten. Der Gedanke, dass Tassilo noch immer ein freier Mann ist, inzwischen sogar zum Medienstar avancierte, fast heroisch verehrt wird und nun ein Buch über die Ereignisse von damals veröffentlichen möchte, beschert Kern noch jede Nacht Alpträume. Weil er von diesem Fall geradezu besessen ist, ging auch seine Ehe in die Brüche.
Die Handlung dieses Thrillers folgt drei Erzählsträngen, denn der Leser begleitet nicht nur Kern bei seinen aktuellen Ermittlungen im Fall des „Putzteufels“, sondern wirft auch einen Blick in die Vergangenheit und erfährt so ganz allmählich die Wahrheit über Tassilos Taten. In einem weiteren Erzählstrang lernt man Raphael kennen, einen gut situierten, gebildeten und überaus attraktiven Mann, und weiß schon nach wenigen Seiten, dass es sich dabei nur um den „Putzteufel“ handeln kann. Nun könnte man meinen, dass ein Thriller einiges an Spannung einbüßt, wenn man schon nach 40 Seiten weiß, wer der Mörder ist, aber Vincent Kliesch gelingt es, den Leser dennoch zu fesseln, denn die Frage, warum dieser engelsgleiche Mann diese grausamen Morde begeht, steht nach wie vor im Raum und wird erst ganz am Ende beantwortet. Man begleitet Raphael von Bergen durch seinen Alltag, erhält Einblicke in seine Gedanken sowie seine Kindheitserinnerungen und ist auch hautnah dabei, wenn er sich seinen nächsten potentiellen Opfern nähert. Lediglich sein Motiv liegt lange im Dunkeln, sodass die Spannung nie abreißt, zumal man sich auch fragt, ob es Julius Kern gelingt, diesen geheimnisvollen Serienmörder zu fassen, bevor er erneut zuschlagen kann. Die Kapitel, die aus Raphaels Perspektive erzählt werden, waren für mich die spannendsten, denn in die Gedankenwelt eines Serienmörders einzudringen, ist überaus verstörend, zumal er zwar unheimlich und rätselhaft, aber nicht unsympathisch oder gar abstoßend, sondern ein äußerst interessanter Charakter war. Nur scheibchenweise nähert man sich dem Motiv dieses Mörders, weiß als Leser aber trotzdem von Anfang an mehr, als der Ermittler Julius Kern.
Gleiches gilt auch für die Rückblicke in die Vergangenheit, denn während Kern nach wie vor nicht weiß, was drei Jahre zuvor in einer abgelegenen Scheune geschehen ist, erfährt der Leser in diesen Rückblenden auch, was Tassilo Michaelis seinen fünf Opfern damals dort angetan hat. Auch Tassilo ist ein überaus facettenreich angelegter Charakter, den der Autor sehr präzise ausgearbeitet hat. Man erhält sehr tiefe Einblicke in die Gedankenwelt dieser beiden psychopathischen Mörder, und obwohl es im Thrillergenre Serienmörder wie Sand am Meer gibt, ist es dem Autor gelungen, mit Tassilo und Raphael zwei Charaktere zu zeichnen, die aus der Masse sonstiger Mörderfiguren herausstechen. Letztendlich beruht die Faszination dieses Thrillers vor allem auf diesen beiden überaus vielschichtig gestalteten Protagonisten.
Lediglich mit dem Ermittler Julius Kern konnte ich recht wenig anfangen, weil mir die depressiven, dem Alkohol zugeneigten, beziehungsgestörten und gebrochenen Ermittlerfiguren, die die Krimilandschaft bevölkern, allmählich einfach etwas zu viel werden. Die Methoden, mit denen er versucht, sich in die Psyche eines Serienmörders hineinzuversetzen, fand ich allerdings sehr interessant.
Zu Beginn des Romans war ich zwar etwas verwirrt, weil dem drei Jahre zurückliegenden Fall von Julius Kern ein so breiter Raum eingeräumt wird, aber die Handlungsstränge nähern sich im weiteren Verlauf immer weiter an und laufen zu einem schlüssigen, überraschenden und wirklich gut durchdachten Ende zusammen.
Vincent Kliesch hat sein Thrillerdebüt all denen gewidmet, die im Service arbeiten, was ich zunächst etwas eigenartig fand, aber am Ende durchaus Sinn macht.
Mir hat Die Reinheit des Todes sehr gut gefallen, denn Klieschs Schreibstil lässt sich sehr flüssig lesen und seine Erzählweise ist innovativ. Obwohl der Leser dem Ermittler einiges an Wissen voraushat, wird er über die Zusammenhänge und Motive so lange im Unklaren gehalten, dass der Spannungsbogen bis zum Ende nicht abreißt und das Buch mit vielen überraschenden Momenten aufwarten kann. Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt auf Kerns nächsten Fall, in dem er ebenfalls wieder auf seinen Gegner Tassilo treffen wird.

© Claudia Bett

Meine Bewertung: ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ (4 von 5 Sternchen)

Buchdetails:

Vincent Kliesch: Die Reinheit des Todes
Verlag: Blanvalet
Ersterscheinungsdatum: 07. Juli 2010
317 Seiten
ISBN 978-3-442-37492-2

Cover: Blanvalet

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Buchrezension: Ruth Ware – Im dunklen, dunklen Wald

Ruth Ware - Im dunklen dunklen WaldInhalt:

Die sechsundzwanzigjährige Schriftstellerin Nora erwacht schwerverletzt im Krankenhaus und hat keine Erinnerungen mehr an das, was in den letzten Stunden passiert ist. Sie weiß nur, dass sie das vergangene Wochenende auf dem Junggesellinnenabschied ihrer ehemals besten Freundin Clare verbracht hat und dort etwas Schreckliches vorgefallen sein muss. Sie hatte bereits ein ungutes Gefühl, als sie die Einladung zu diesem Partywochenende erhielt, denn seit mehr als zehn Jahren hatte sie keinen Kontakt mehr zu Clare. Nora hatte jede Brücke zu ihrer Vergangenheit abreißen lassen, um nicht mehr an die schmerzhaften Erlebnisse in ihrer Jugend zurückdenken zu müssen, über die sie bis heute nicht hinwegkam. Allerdings hatte sie Clare eigentlich nichts vorzuwerfen, sodass sie sich schließlich doch überreden lässt, an dem Junggesellinnenabschied in Northumberland teilzunehmen. Doch schon als sie in dem abgeschiedenen Haus inmitten des dunklen Waldes ankommt, bereut sie diese Entscheidung. Allerdings ahnt sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass sich das geplante Partywochenende zu einem mörderischen Alptraum entwickeln wird…

Meine persönliche Meinung:

In der Buchhandlung wäre ich sicher an diesem Buch vorbeigelaufen, denn das Cover finde ich leider nicht besonders ansprechend, aber die Buchbeschreibung in der Verlagsvorschau klang sehr verlockend und die Leseprobe war so spannend, dass ich am liebsten sofort weitergelesen hätte. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich bei vorablesen.de ein Leseexemplar von Ruth Wares Debüt Im dunklen, dunklen Wald gewonnen habe und schnell herausfinden konnte, wie dieser packende Thriller nun weitergeht.
Das Buch setzt ein, als Nora schwerverletzt im Krankenhaus aufwacht, aber nicht mehr weiß, was passiert ist. Die ganze Geschichte wird aus der Ich-Perspektive der Hauptprotagonistin erzählt, die nun ihre Erinnerungen an die Geschehnisse der letzten Tage zurückgewinnen will. Nora weiß nur noch, dass sie das vergangene Wochenende in einem einsam gelegenen Haus im Wald verbracht hat, um dort in einer kleinen Gruppe den Junggesellinnenabschied ihrer Jugendfreundin Clare zu feiern und dort etwas Schreckliches vorgefallen sein muss. Gemeinsam mit Nora wirft der Leser nun einen Blick zurück und versucht die Ereignisse Stück für Stück zu rekonstruieren. Man weiß, dass Noras Jugend von einem traurigen Erlebnis überschattet wurde, das sie unbedingt vergessen wollte. Doch nun wurde sie wieder von ihrer Vergangenheit eingeholt, als sie mit ihrer ehemals besten Freundin aus Jugendtagen zusammentrifft. Als Clare ihr gleich bei ihrer Ankunft mitteilt, wen sie heiraten möchte, ahnt man, dass ihre traumatischen Jugenderinnerungen mit diesem Mann in Verbindung stehen müssen, aber was Nora vor mehr als zehn Jahren passiert ist, erfährt man zunächst nicht. Man weiß nur, dass sie über diesen Mann offenbar nie hinweggekommen ist, und obwohl man erst am Ende erfährt, was vorgefallen ist, fand ich ihre Erinnerungen an ihre Jugendliebe sehr berührend und konnte den Schmerz, den sie noch immer empfindet, sehr gut nachvollziehen.
Nicht nachvollziehen konnte ich jedoch, warum sie sich diesen Qualen überhaupt aussetzt, nicht einfach wieder abreist oder sich gegen die ständigen Sticheleien der anderen Partygäste nicht wenigstens zur Wehr setzt. Stattdessen lässt sie alle unsinnigen und teilweise auch erniedrigenden Spielchen über sich ergehen und verhält sich weitgehend passiv. Nachdem Clare ihr verkündet, wen sie heiraten wird, ist ein unbeschwertes Partywochenende ohnehin nicht mehr möglich, aber die anderen Anwesenden machen den Aufenthalt an diesem unwirtlichen Ort für Nora geradezu unerträglich. Immer wieder muss sie sich gegen die Sticheleien der anderen durchsetzen. Vor allem Flo, Clares beste Freundin, verhält sich sehr eigenartig, ist völlig überspannt und neigt zu hysterischen Ausbrüchen. Sie scheint Clare zu vergöttern, hat sich in den Kopf gesetzt, ein perfektes Wochenende für sie zu organisieren und verliert vollkommen die Fassung, wenn ihren Plänen etwas zuwiderläuft. Clares Verhalten ist auch äußerst rätselhaft, sodass sich Nora immer wieder fragt, warum sie überhaupt eingeladen wurde. Selbst die schlagfertige Nina, die Nora noch aus Schulzeiten kennt und deren Sarkasmus eigentlich recht liebenswürdig ist, versucht immer wieder Zwietracht zu säen und schmerzhafte Erinnerungen heraufzubeschwören. Und dann ist da noch Clares schwuler Freund Tom, der recht eigentümliche Vorstellungen von Humor und einer gelungenen Party hat, und die etwas dümmliche Melanie, die den Junggesellinnenabschied vorzeitig verlassen will, weil sie sich Sorgen um ihr Baby macht. Diese sechs Menschen sind nun dazu verdonnert, gemeinsam ein paar Tage in einem abgelegenen Haus zu verbringen, und man ahnt schnell, dass diese Party aus dem Ruder laufen wird. Die Autorin hat alle Charaktere sehr gut ausgearbeitet, wobei der Leser durch die gewählte Ich-Perspektive nur Nora wirklich nahekommt. Gemeinsam mit ihr durchlebt man dieses Wochenende nun noch einmal, erfährt schon zu Beginn des Buches, dass sich die Situation im Haus offenbar immer mehr zuspitzte und es schließlich sogar einen Toten gab, aber wer dieses dramatische Wochenende nicht überlebt hat und warum, entschlüsselt sich erst ganz am Ende dieses Thrillers. Man tappt also ebenso im Dunkeln wie Nora, wird immer wieder gekonnt auf die falsche Fährte gelockt und kann die bedrohliche Atmosphäre, die in diesem Haus geherrscht hat, sehr gut nachvollziehen.
Auch das Setting sorgt für beklemmende und wirklich gruselige Momente. Natürlich ist die Idee, die Handlung eines Thrillers in einem abgelegenen Haus im Wald anzusiedeln, nicht gerade innovativ, aber die Autorin hat dieses Haus noch mit ein paar architektonischen Besonderheiten ausgestattet, die es noch unheimlicher erscheinen lassen. Es entbehrt jeglicher Gemütlichkeit und ist vollkommen aus Glas, sodass man, wenn es dunkel wird und im Haus Licht brennt, ständig das Gefühl hat, beobachtet zu werden. Nora fühlt sich abends ausgestellt wie ein Tier im Zoo, denn nachts sieht man nicht nach draußen. Selbstverständlich gibt es keinen Handyempfang und auch die Festnetzleitung ist tot. Hinzu kommt, dass sie vor dem Haus rätselhafte Spuren im frischen Schnee findet, obwohl offenbar niemand das Haus verlassen hat. Die Autorin greift also auf bekannte und bewährte Zutaten zurück, um die Atmosphäre so bedrohlich wie möglich zu gestalten. Dies mag abgedroschen sein, funktioniert aber dennoch, denn ich hielt beim Lesen häufig den Atem an und konnte die Beklemmung, die von diesem Gebäude und auch den anwesenden Personen ausgeht, förmlich spüren.
Ruth Ware überzeugte mich jedoch nicht nur mit ihren gelungenen Charakterzeichnungen und der klaustrophobischen Stimmung, sondern auch mit einem raffiniert ausgeklügelten Plot, der sich am Ende stimmig und vollkommen überraschend auflöst. Sie baut gekonnt eine subtile Spannung auf, kann sie durchweg halten und lässt das Tempo dieses ansonsten eher ruhigen Thrillers auf der Zielgeraden ordentlich ansteigen. Obwohl die Autorin auf brutale, actionreiche und blutige Szenarien vollkommen verzichtet, kann dieser Thriller mit einigen Schockmomenten aufwarten und bereitete mir sehr spannende und zuweilen auch recht gruselige Lesestunden.

© Claudia Bett

Meine Bewertung: ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ (5 von 5 Sternchen)

Der dtv Verlagsgesellschaft und vorablesen.de danke ich recht herzlich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Buchdetails:

Ruth Ware: Im dunklen, dunklen Wald
Verlag: dtv
Ersterscheinungsdatum: 23. September 2016
384 Seiten
ISBN 978-3-423-26123-4

Cover: dtv

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Buchrezension: Steinar Bragi – Hochland

Hochland von Steinar BragiInhalt:

Zwei befreundete junge Paare aus Reykjavík unternehmen mit ihrem Jeep einen Kurztrip in die abgeschiedene Einöde des isländischen Hochlands. Als dichter Nebel aufzieht, kommen sie von der Piste ab und rammen mit ihrem Wagen ein Haus, das plötzlich in der sandigen Geröllwüste vor ihnen aufragt. Das entlegene Haus wird von einem seltsamen älteren Paar bewohnt, und da ihr Jeep nicht mehr fahrtauglich ist, bleibt den vier Freunden nichts anderes übrig, als die Nacht im Haus dieses verschrobenen Paares zu verbringen. Obwohl sie spüren, dass sie nicht willkommen sind, werden sie von ihren wortkargen Gastgebern eingeschlossen und können das Haus, das einer Festung gleicht, erst am nächsten Morgen wieder verlassen. Das Paar stellt ihnen sogar ihren alten Jeep zur Verfügung, damit sie wieder in die Stadt zurückkehren können. Allerdings kommen sie nicht weit, denn auf der Piste gerät der Wagen in ein so tiefes Schlagloch, dass die Achse bricht und sie zum Haus des Paares zurückkehren müssen. Ihre seltsamen Gastgeber werden ihnen immer unheimlicher, denn sie verhalten sich sehr eigenartig. Die vier Freunde machen in dem Haus, das ihnen immer mehr zum Gefängnis wird, auch einige verstörende Entdeckungen. Warum dürfen sie nicht mehr vor die Tür, sobald es dunkel wird? Wieso brennt nachts eine Laterne vor dem Haus? Wer lebt in dem kleinen abgedunkelten Raum, den sie hinter einer Bücherwand im Arbeitszimmer entdecken? Warum stapeln sich in der Scheune so viele Heuballen, obwohl kein einziges Tier in dem angrenzenden Stall lebt? Welche seltsamen Wesen schleichen nachts um das Gebäude und lauern in dieser kargen Sandwüste? Obwohl die beiden Bewohner des Hauses deutlich zeigen, dass sie den vier Freunden nur unfreiwillig Zuflucht gewähren und sehr abweisend sind, helfen sie ihnen nicht, dieser Einöde zu entkommen. Es scheint, als wolle sie irgendeine unsichtbare Macht davon abhalten, diese menschenfeindliche Gegend jemals wieder zu verlassen, denn jeder Versuch, zurück in die Zivilisation zu gelangen, scheitert kläglich. Können die vier Freunde jemals wieder in ihr altes Leben zurückkehren?

Meine persönliche Meinung:

Schon beim Stöbern in der Verlagsvorschau bin ich auf Hochland von Steinar Bragi aufmerksam geworden und konnte es kaum erwarten, dass dieses Buch endlich erscheint. Ich liebe Bücher, die in Island spielen und das isländische Hochland eignet sich ja hervorragend als Kulisse für einen düsteren und beklemmenden Thriller. Ich habe bislang noch kein Buch von Steinar Bragi gelesen, aber da der Autor mit Stephen King verglichen wird, war ich sicher, dass mir Hochland gefallen wird. Außerdem klingt der Klappentext mehr als spannend, der Schauplatz ist faszinierend und wenn über einen Autor gesagt wird „dieser Mann beherrscht alle Schattierungen des Horrors“ (Zitat Gomorron Sverige) kann ja eigentlich nichts mehr schiefgehen. Bedauerlicherweise ist es aber gründlich schiefgegangen, denn mich hat Hochland leider sehr enttäuscht.
Doch kommen wir zunächst zu den positiven Aspekten des Buches, denn die ersten Kapitel haben mir durchaus gefallen und waren auch sehr spannend. Steinar Bragi hat das bedrohliche Setting wirklich hervorragend beschrieben. Die beklemmende Stimmung, die dieser menschenfeindlichen Landschaft des isländischen Hochlands innewohnt, hat der Autor grandios eingefangen, sodass man diese karge Sand- und Geröllwüste geradezu bildlich vor Augen sieht und während der Sandstürme den feinen Sand in jeder Pore zu spüren glaubt. Und inmitten dieser abgelegenen Einöde steht nun ein einsames Haus, das einer Festung gleicht und dessen Bewohner mehr als eigentümlich sind. Auch die Beschreibung dieses Hauses ist Bragi wirklich sehr gut gelungen, denn es ist kein sehr einladender Zufluchtsort, an dem man sich sicher fühlen könnte, sondern sehr düster und beklemmend. Das Gebäude ist sehr herunterkommen und verwittert, die Fenster im Erdgeschoss wurden zugemauert und die Entdeckungen, die die vier Freunde im Haus machen, sind mehr als verstörend und gruselig. Dem Autor ist es gelungen, diesen Schauplatz anschaulich und sehr bildgewaltig zu beschreiben und eine klaustrophobische Atmosphäre zu erzeugen, die mir zu Beginn des Buches das Blut in den Adern gefrieren ließ. Ich war nach den ersten Seiten wirklich beeindruckt und sicher, dass mir dieser Thriller gefallen wird, denn inmitten dieser abgeschiedenen Landschaft gefangen zu sein und keine Möglichkeit zu haben, wieder in die Zivilisation zurückzukehren, ist wirklich mehr als beklemmend. Das verschrobene ältere Paar, das dieses Haus bewohnt, macht die bedrohliche Situation noch perfekt, denn die beiden sind nicht nur äußerlich abstoßend, sondern verhalten sich auch sehr eigenartig. Während die Frau wenigstens hin und wieder spricht, aber ansonsten sehr abweisend ist, sagt der Mann kein einziges Wort, sondern lächelt nur dumpf vor sich hin. In welcher Verbindung die beiden zueinander stehen, ob sie verheiratet oder Geschwister sind, bleibt unklar, interessiert allerdings auch die vier Freunde brennend, weshalb sie im Haus immer wieder nach Hinweisen über das Leben ihrer Gastgeber suchen. Diese Entdeckungstouren durch das Haus und die umliegende Landschaft, fand ich anfangs wirklich sehr spannend, auch wenn ich nicht ganz verstand, warum sie so viel Energie darauf verwenden, denn sinnvoller wäre es sicher, sich zu überlegen, wie man diesen unwirtlichen Ort so schnell wie möglich wieder verlassen kann.
Und gerade das hat mich dann das ganze Buch hinweg gestört – das Verhalten der vier Hauptprotagonisten macht überhaupt keinen Sinn. Sie versuchen zwar hin und wieder, zu entkommen, aber sie scheitern nicht zuletzt häufig daran, dass sie sich immer wieder von ihrem Vorhaben abbringen lassen, indem sie eigentlich primär damit beschäftigt sind, über ihre Vergangenheit und ihr recht verkorkstes Leben nachzudenken und Konflikte untereinander auszutragen. Grundsätzlich finde ich es ja gut, wenn ein Autor seine Protagonisten präzise ausarbeitet, aber die Einblicke in die problematische Jugend und das Leben jedes Einzelnen sowie die zwischenmenschlichen Auseinandersetzungen innerhalb dieser Gruppe nehmen einen so breiten Raum ein, dass die bedrohliche Situation, in der sie sich gerade befinden, fast in Vergessenheit gerät und der Spannungsbogen immer wieder abreißt. Diese Charakterstudien sind weder tiefgründig noch berührend, sondern einfach nur ermüdend. Ich mag es, wenn ein Autor Einblicke in die Abgründe menschlicher Seelen gewährt, aber diese vier Menschen sind einfach nur komplett zerstörte und fehlgeleitete Persönlichkeiten und leider auch so unsympathisch, dass mir ihr Schicksal wirklich gleichgültig war. Jeder von ihnen hat mit seinen eigenen Dämonen der Vergangenheit zu kämpfen, und während sie nun in dieser Einöde gefangen sind, brechen die alten Wunden wieder auf. Die beiden Männer sind im Grunde schon seit ihrer Jugend Rivalen, und die beiden Frauen kennen sich zwar kaum, mögen sich aber auch nicht unbedingt. Wie man unter solchen Voraussetzungen überhaupt auf die Idee kommen kann, gemeinsam einen Kurztrip zu unternehmen, ist mir vollkommen schleierhaft. Es ist also nicht verwunderlich, dass die Emotionen hochkochen und die unterschwellige Feindseligkeit immer wieder zutage tritt. Die Idee, wie sich Menschen in einer solchen Extremsituation verhalten, bietet ja ausreichend Stoff für eine psychologisch ausgefeilte Studie, aber leider hat der Autor dieses Potenzial vollkommen verschenkt.
Besonders gestört hat mich der übermäßige Alkohol- und Drogenkonsum der Protagonisten, der eine sinnvolle Planung ihrer Rückkehr in die Zivilisation ohnehin nicht gerade vereinfacht. Häufig fragte ich mich, ob sich das, was sie im isländischen Hochland erleben, nicht einfach nur in ihren drogenumnebelten Köpfen abspielt. Erstaunlicherweise wirkt sich die ausweglose Situation, in der sie sich befinden, auch nicht negativ auf ihre Libido aus, denn vor allem die Frauen scheinen in dieser nicht gerade erotisch aufgeladenen Atmosphäre ein unstillbares Verlangen nach Sexualität zu verspüren. Aber auch die Männer denken bei jeder unpassenden Gelegenheit an Sex. Bei ihren diversen Ausbruchsversuchen und Erkundungstouren machen sie einige verstörende und wirklich ekelerregende Entdeckungen, denn an Blut, Knochen und halbverwesten Kadavern hat der Autor nicht gerade gespart, aber selbst in solchen Momenten denken die Protagonisten an ihre sexuellen Erfahrungen in der Vergangenheit zurück oder machen sich zum Beispiel Gedanken, wie und ob es zur weiblichen Ejakulation kommen kann.
Der Autor bedient sich billigster und teilweise abstoßendster Horrorelemente, reiht ein absurdes Szenario an das andere, nimmt viele Handlungsfäden auf, führt aber keinen einzigen zu Ende, sodass das Buch leider nichts anderes ist, als die Aneinanderreihung von ekelerregenden Entdeckungen und den vollkommen verwirrten Gedanken der Protagonisten. Irgendwann hat mich auch der Schauplatz nicht mehr fasziniert, denn nichts von dem, was sie während ihres Aufenthalts im isländischen Hochland und im Haus ihrer unheimlichen Gastgeber entdecken, wird aufgelöst oder ergibt einen Sinn. Falls es sich dabei um Metaphern handeln sollte, die für etwas besonders Gehaltvolles stehen, hat sich mir ihre Bedeutung leider nicht erschlossen.
Warum dieses Buch als Thriller bezeichnet wird, ist mir auch vollkommen schleierhaft, denn nach den ersten Kapiteln ist von Spannung nichts mehr zu spüren, und die endlosen Charakterstudien der vier Hauptprotagonisten und ihre Konflikte untereinander sind nicht berührend oder psychologisch tiefgründig, sondern einfach nur langweilig.
Hätte mir der Verlag das Buch nicht als Rezensionsexemplar zugeschickt, hätte ich es nach 100 Seiten abgebrochen, aber um es zu rezensieren, musste ich bis zum Ende durchhalten. Gerne hätte ich noch irgendetwas gefunden, das mir gefallen hätte, aber ich habe mich auf jeder weiteren Seite nur geärgert, denn dieses groteske Horrorszenario ergab für mich bis zum Schluss keinen Sinn. Eigentlich mag ich Horrorthriller, bin auch nicht zartbesaitet und kann abstoßende Passagen durchaus ertragen, wenn mich die Geschichte fesselt, aber selbst die beklemmenden Momente blieben irgendwann aus, weil ohnehin kein roter Faden mehr erkennbar war und die Geschichte immer absurder wurde. Leider war das Buch auch sprachlich und stilistisch nicht besonders eindrucksvoll, sodass ich mich wirklich nur noch durch die Seiten gequält habe und am Ende froh war, dass es einfach nur vorbei ist.

© Claudia Bett

Meine Bewertung: (1 von 5 Sternchen)

Herzlichen Dank an den DVA Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte!

Buchdetails:

Steinar Bragi: Hochland
Verlag: DVA
Ersterscheinungsdatum: 12. September 2016
304 Seiten
ISBN 978-3-421-04697-0

Cover: DVA

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Halloween-Tag [#Halloweenwochen]

halloweenwochentag

Ich habe ja beschlossen, dass mein Lesemonat Oktober besonders düster und gruselig werden soll und nehme deshalb an den Halloween-Wochen teil. Im Rahmen dieser Blog-Aktion hat sich nun Neyla Kunta einen Tag ausgedacht und ein paar Fragen gestellt, die ich gerne beantworten möchte.

1. Was ist dein liebster Krimi/Thriller?

Da ich schon so viele Krimis und Thriller gelesen habe, fällt es mir sehr schwer, mich auf einen einzigen festzulegen. Ich entscheide mich jetzt einfach für den ersten Krimi, den ich überhaupt gelesen habe und der mich so begeistert hat, dass ich ihn nach wie vor für einen der besten Kriminalromane halte und dem Genre nun seit Jahrzehnten treu geblieben bin – Im Eishaus von Minette Walters

2. Wenn du Teil, eines solchen Buches wärst, welche Rolle würdest du einnehmen? (Mörder, Ermittler, Opfer, … )

Nun ja, realistisch wäre es, wenn ich das Opfer wäre, aber interessanter und spannender wäre es natürlich, in die Rolle des Mörders zu schlüpfen.

3. Was denkst du, wie weit du kommen würdest?

Das Opfer kommt ja meistens nicht besonders weit, also stellt sich wohl eher die Frage, wie weit ich als Mörder kommen würde – vermutlich auch nicht viel weiter. Ich lese zwar seit Jahren Krimis, sodass ich nahezu jede Tötungsart kenne, aber ich habe überhaupt keine kriminellen Ambitionen und auch Gewaltphantasien sind mir vollkommen fremd. Logisches Denken gehört auch nicht unbedingt zu meinen Stärken, sodass es schon an der Planung scheitern würde. Ich wäre gar nicht in der Lage, ein perfektes Verbrechen zu begehen und würde deshalb als Täter nicht allzu weit kommen.

4. Was ist dein Lieblingshorrorfilm?

Nicht nur bei Büchern, sondern auch bei Filmen bevorzuge ich psychologischen Horror, der ohne viel Blutvergießen auskommt. Psycho von Alfred Hitchcock, mit Anthony Perkins in der Rolle des Norman Bates habe ich unzählige Male gesehen und ist noch immer mein Lieblingsfilm in diesem Genre.

5. Hast du schon mal ein Horrorvideospiel gespielt? Wenn ja, welches? Wenn nein, warum nicht?

Nein, weil ich überhaupt keine Videospiele spiele. Das liegt jetzt nicht etwa daran, dass ich solche Spiele generell verteufle oder blöd finde, sondern weil ich unter einem Phänomen leide, das sich Gaming-Sickness nennt und der klassischen Reise- oder Seekrankheit ähnelt. Mir wird schon nach wenigen Minuten schwindlig und furchtbar schlecht, was das Spielvergnügen leider extrem mindert. Bei Spielen, in denen ich die Perspektive des Spielecharakters einnehme und mein Gehirn jede Bewegung nachempfinden muss, obwohl mein Körper eigentlich regungslos im Sessel sitzt, ist es besonders schlimm, aber auch bei anderen Spielen habe ich schon nach kürzester Zeit ein flaues Gefühl im Magen.

6. Wovor hast du Angst? Und warum?😉

Ach herrje, alle meine Ängste aufzuzählen, sprengt vermutlich den Rahmen dieses Beitrags. Besonders große Angst habe ich in großen Menschenmengen, weshalb große Konzerte, Festivals oder andere Massenveranstaltungen nichts für mich sind. Enge Räume machen mir keine Angst, solange ich alleine bin, aber sobald andere Menschen anwesend sind, wie etwa in Aufzügen, bekomme ich Panik. Von vielen Menschen umringt zu sein, macht mir immer Angst. Die Frage nach dem Warum ist durchaus angemessen, kann ich allerdings nicht beantworten, denn eigentlich ist diese Angst ja nicht rational erklärbar. Außerdem habe ich extreme Flug- und Höhenangst. Ich bin noch nie geflogen, weil ich mich niemals dazu überwinden könnte. Höhenangst habe ich selbst auf Brücken und sogar auf meinem eigenen Balkon. Ich kann zwar in die Ferne, aber nie nach unten schauen. Und ich habe Angst auf Schiffen, obwohl ich eigentlich keine Angst vor Wasser habe. Ich bin einfach lieber im Wasser als auf dem Wasser. Sicher hängt das auch damit zusammen, dass mir immer schlecht wird, sobald es schaukelt, aber selbst auf kleinen und ruhigen Gewässern habe ich Angst. Meistens setze ich mich dann irgendwo hin und schaue gebannt auf einen Punkt am anderen Ufer – bloß nie aufs Wasser. Ich habe einige Zeit am Bodensee gelebt und musste dort hin und wieder auf die Autofähre, um lange Umwege zu vermeiden, aber ein Vergnügen war das nie, obwohl es nicht schaukelt. Ich blieb immer im Auto sitzen und vermied jeden Blick nach draußen. Von wegen „eine Seefahrt, die ist lustig“ – ich finde daran jedenfalls nichts lustig, und es wird auch nicht besser, wenn ich es öfter mache. Früher hatte ich auch Angst vor manchen Insekten und vor Spinnen, aber diese Angst bin ich inzwischen los. Die Erfahrung hat mir eben gezeigt, dass manche dieser Tierchen zwar nicht unbedingt hübsch, aber trotzdem harmlos sind. Vor manchen Insekten ekle ich mich immer noch, aber Angst würde ich das nicht nennen. Vor Tieren habe ich generell keine Angst, weder vor Mäusen, Ratten noch vor Schlangen oder anderem Getier.

7. Wenn du an Halloween denkst, was fällt dir dazu zuallererst ein?

Seltsamerweise Kürbisse, obwohl ich sie nicht mag.

8. Magst du Halloween überhaupt?

Eigentlich finde ich Halloween eine recht alberne und vor allem unnötige Veranstaltung, der ich nicht viel abgewinnen kann. Ich mag den Herbst, finde es schön, wenn es nicht mehr so warm, aber auch noch nicht bitterkalt ist, sich das Laub färbt und herabfällt und die Stimmung ein wenig düster ist, aber Halloween selbst finde ich eigentlich reichlich überflüssig.

9. Dein bestes Halloweenkostüm!

Logischerweise verkleide ich mich nicht an Halloween, da ich ohnehin nicht zu irgendwelchen Halloween-Veranstaltungen gehe. Was den Kleidungsstil anbelangt, ist bei mir ohnehin das ganze Jahr Halloween, denn ich trage aus Prinzip nur Schwarz 😉

10. Erschrickst du leicht? Oder erschreckst du lieber andere?😉

Ich bin nicht besonders schreckhaft, aber wenn ich mich erschrecke, finde ich das nicht unbedingt angenehm, weshalb ich auch darauf verzichte, andere zu erschrecken

11. Was ist gruseliger?

Werwölfe oder Vampire?

Vampire, weil sie Menschengestalt haben, während Werwölfe ja eigentlich Tiere sind. Außerdem hasse ich diese romantisch verklärten Vampire, denen man auch noch einen erotischen Touch verpasst – wie albern ist das denn? Wenn schon Vampire, dann müssen sie richtig böse und diabolisch sein.

Geister oder Zombies?

Zombies, denn sie sehen einfach eklig aus und ich könnte mir vorstellen, dass sie auch unangenehm riechen, während Geister, zumindest in meiner Vorstellung, eine gewisse Anmut und Noblesse haben.

Puppen oder Clowns?

Clowns, weil sie lebendig sind, während Puppen ja leblos und somit harmlos sind. Ich fand Clowns übrigens als Kind schon angsteinflößend, obwohl ich damals Pennywise aus Stephen Kings Es noch gar nicht kannte. Ich finde allerdings auch den Weihnachtsmann und den Nikolaus gruselig.

Morgens, wenn du schlecht geschlafen hast oder abends nach der Arbeit/Schule?

Weder noch, denn ich finde keine Tageszeit besonders gruselig. Ich bin allerdings ein furchtbarer Morgenmuffel, weshalb ich den frühen Vormittag einfach nicht mag. Aber ich liebe die Nacht, denn wenn es draußen still und dunkel ist, laufe ich zur Höchstform auf.

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Falls Ihr diese Fragen nun auch beantworten wollt, dann fühlt Euch von mir getaggt, denn jeder, der Lust hat, darf mitmachen. Ich bin gespannt auf Eure Antworten!

Halloween-Wochen vom 01.10. bis 31.10.2016 [#Halloweenwochen]

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Der Oktober wird düster, unheimlich und gruselig! Nomnivor vom Blog Bücher verschlingen hat eine tolle Aktion ins Leben gerufen, die mir wie gerufen kommt, denn auch ich habe gerade richtig Lust auf Bücher, die mich das Fürchten lehren. Wenn es draußen kühler, stürmischer und wieder früher dunkel wird, gibt es doch nichts Schöneres, als es sich zuhause richtig gemütlich zu machen und ein richtig gruseliges Buch zu lesen.

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Leider habe ich das Horrorgenre einige Jahre sehr vernachlässigt und bin erst vor ein paar Monaten wieder auf den Geschmack gekommen. Nichtssagenden Splatter, blutiges Gemetzel und ekelerregende, unappetitliche Szenarien mag ich nicht, aber Autoren wie Stephen King, die alle Schattierungen des Grauens perfekt beherrschen und spannende und gleichzeitig tiefgründige Geschichten erzählen können, die mich erschauern und frösteln lassen, mit meinen verborgenen Ängsten spielen und mich in unheimliche Situationen versetzen, die meinen Adrenalinspiegel in ungeahnte Höhen treiben, weiß ich durchaus zu schätzen.

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Für alle, die ebenfalls gerne düstere, beklemmende und hochspannende Bücher mit hohem Gruselfaktor lesen, die ohne Blutvergießen auskommen und dennoch das Blut in den Adern gefrieren lassen, hätte ich bereits einen erstklassigen BuchtippBird Box. Schließe deine Augen von Josh Malerman. Das Buch ist erst kürzlich als Taschenbuch erschienen, allerdings unter dem Titel Der Fluss. Deine letzte Hoffnung, was ich ein wenig verwirrend finde, da ich es zunächst für die Fortsetzung von Bird Box hielt. Ich habe diesen faszinierenden Horrorthriller bereits im Mai gelesen und er gehört für mich zweifellos zu meinen bisherigen Lesehighlights des Jahres. Mit einem Klick auf das Cover gelangt Ihr übrigens zu meiner Rezension von Bird Box.

Bird BoxSchliesse deine Augen von Josh Malerman

Mein Monatsrückblick September 2016

Gelesen:

Ich bin noch immer ein wenig verwirrt und weiß nicht so recht, wie ich den vergangenen Lesemonat zusammenfassen soll, denn das letzte Buch, das ich im September gelesen und erst gestern beendet habe, Hochland von Steinar Bragi, schwirrt noch immer durch meinen Kopf und war so vollkommen abstrus, verworren und absurd, dass ich mich erstmal sammeln muss, um das zu verarbeiten. Vielleicht habe ich es auch einfach nicht verstanden, aber für mich ergibt dieses Buch bislang überhaupt keinen Sinn und ich sehe mich im Moment auch außerstande, es zu rezensieren. Ich will einfach nicht glauben, dass ein hochgelobter Autor, tatsächlich etwas so Konfuses und teilweise auch Abstoßendes zu Papier bringt, ohne dass sich hinter dem Geschreibsel nicht vielleicht doch noch eine wie auch immer geartete Botschaft verbirgt. Wenn schon kein roter Handlungsfaden, geschweige denn ein schlüssiges Ende erkennbar sind, sollte doch wenigstens irgendwo eine Message versteckt sein. Vermutlich muss ich es erstmal sacken lassen und nochmal drüber nachdenken, ob ich aus diesem vollkommen grotesken Horrorszenario vielleicht nicht doch noch irgendwelche tiefgründigen Erkenntnisse gewinnen kann. Zunächst muss ich aber ganz dringend nach einem neuen Buch und einem vollkommen anderen Genre greifen, um Hochland erstmal aus meinem Kopf zu bekommen. Falls einer von Euch das Buch gelesen und verstanden hat, wäre ich für aufschlussreiche Hinweise wirklich sehr dankbar.

Lassen wir Hochland also erstmal außen vor, denn abgesehen von diesem Buch, kann ich auf einen recht zufriedenstellenden Lesemonat zurückblicken.

Ich habe im vergangenen Monat sechs Bücher gelesen – das waren 2292 Seiten, also ca. 76,5 Seiten pro Tag (mit einem Klick auf das Cover oder den Buchtitel gelangt Ihr zu meinen Rezensionen)

Adrian J Walker - Am Ende aller ZeitenAdrian J Walkers Am Ende aller Zeiten, mit dem ich in den September gestartet bin, war ein guter, solider und spannender Endzeit-Roman mit großartigen Ansätzen, hatte allerdings doch ein paar Schwächen, die das Lesevergnügen ein wenig minderten.

 

 

Astrid Plötner - TodesgrußÜberaus spannend ging es im September dann mit Todesgruß von Astrid Plötner weiter, einem gut durchdachten und raffiniert komponierten Kriminalroman, der zum Miträtseln einlädt und mich in jeder Hinsicht überzeugen konnte.

 

 

DIE WAHRHEIT von Melanie RaabeVon Melanie Raabes Die Wahrheit hatte ich mir ein wenig mehr versprochen. Es war ein wirklich guter Thriller, sprachlich und stilistisch absolut herausragend, aber das Ende war leider etwas enttäuschend. Vermutlich waren meine Erwartungen einfach zu hoch, denn Die Falle von Melanie Raabe war eines der besten Bücher, die ich in diesem Jahr gelesen habe und so hatte ich eben gehofft, dass mich nun auch Die Wahrheit vom Hocker reißen würde.

Anders von Anita TerpstraStattdessen hat mich im vergangenen Monat gerade das Buch am meisten begeistert, von dem ich es am wenigsten erwartet hätte – Anders von Anita Terpstra. Da die Niederländerin noch mehr Bücher geschrieben hat, wäre es schön, wenn auch diese übersetzt werden würden, denn ich würde gerne mehr von dieser Autorin lesen. Da Anders von der ersten bis zur letzten Seite spannend war und mir beim Lesen häufig ein eisiger Schauer über den Rücken lief, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und ist deshalb auch mein Lesehighlight des Monats.

Die Reinheit des Todes von Vincent KlieschDanach habe ich ein Buch gelesen, das aus unerfindlichen Gründen seit  Jahren ungelesen in meinem Regal schlummerte und sich als wahres Thriller-Schätzchen erwiesen hat – Die Reinheit des Todes von Vincent Kliesch. Ein wirklich packender und fulminanter Auftakt der Thriller-Reihe um den Ermittler Julius Kern, den ich nun unbedingt auch bei seinen weiteren spannenden Fällen begleiten möchte.

 

Hochland von Steinar BragiEs hätte also alles so schön sein können, würde Hochland von Steinar Bragi nicht einen dunklen Schatten auf die letzen Tage des Monats September werfen. Aber wie gesagt, muss ich dieses furchtbare Leseerlebnis erst verdauen, um ein paar sinnvolle Gedanken äußern zu können. Meine Rezension zu diesem Buch kommt, sobald ich mich ein wenig gesammelt habe ;-).

 

© Claudia Bett

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