The Versatile Blogger Award

versatile-blogger-awardIch wurde von der lieben Sabine von Das Niliversum für den Versatile Blogger Award nominiert, worüber ich mich sehr gefreut habe. Deshalb möchte ich mich zunächst recht herzlich für die Nominierung bedanken. Das Schöne an diesem Award ist, dass man keine Fragen beantworten muss, die man vielleicht gar nicht beantworten möchte, sondern einfach 7 Fakten über sich selbst preisgeben soll, damit die Leser des Blogs ein bisschen mehr über die Person, die sich hinter dem Blog verbirgt, erfahren.

Die Regeln sind also ganz einfach:

  1. Danke dem Blogger, der dich nominiert hat
  2. Verrate 7 Fakten über dich
  3. Nominiere andere Blogger

Also nutze ich die Gelegenheit und offenbare nun 7 Fakten über mich, die heute mal nichts mit Büchern zu tun haben:

Fakt 1

Ich hasse Sport

Sportliche Betätigungen sind mir ein Gräuel – schon immer. Mir ist durchaus bewusst, dass ein bisschen Sport gesund wäre und ich mir und meinem Körper keinen Gefallen tue, wenn ich mich zu wenig bewege, aber ich kann sportlichen Aktivitäten einfach nichts abgewinnen. Der Keim für meine Aversion gegen Sport wurde bereits in meiner Schulzeit gelegt, denn Schulsport war der Albtraum meiner Kindheit und hat mir selbst die Sportarten verleidet, die ich eigentlich toll fand, wie zum Beispiel Schwimmen. Ich war nicht einfach nur zu langsam, sondern vor allem auch viel zu ängstlich, hatte regelrecht Panik vor manchen Sportarten und schlaflose Nächte vor jeder Sportstunde. Eigentlich war ich immer eine sehr gewissenhafte und fleißige Schülerin, aber dem Sportunterricht habe ich mich häufig komplett verweigert, habe geschwänzt, irgendwelche Krankheiten vorgetäuscht oder mich einfach bockig in die Ecke gesetzt und mich nicht einmal unter Androhung von Klassenbucheinträgen wegen Unterrichtsverweigerung, geschweige denn schlechter Noten, dazu bewegen lassen, mich am Sportunterricht zu beteiligen. Die demütigsten Erlebnisse meiner Kindheit und Jugend habe ich jedenfalls dem Sportunterricht zu verdanken, und so erstaunt es mich nicht, dass ich Sport nach wie vor verabscheue. Ich hasse es jedoch nicht nur, selbst Sport zu treiben, sondern finde es auch entsetzlich langweilig, anderen beim Sport zuzuschauen, obwohl manche Menschen wirklich erstaunliche körperliche Höchstleistungen vollbringen. Ich kann auch nicht ansatzweise nachvollziehen, was an einem Fußballspiel so spannend und aufregend sein soll, dass eine ganze Nation gebannt vor den Fernsehbildschirmen sitzt und so mancher Blutdruck in beängstigende Höhen steigt, wenn die gegnerische Mannschaft gewinnt.

Fakt 2

Ich bin Agnostikerin

Ich habe mich oft mit dem Thema Religion und Kirche auseinandergesetzt und schon viele Diskussionen darüber geführt. Während meines Studiums und auch bei meiner Tätigkeit als Museumsführerin habe ich mich viel mit Kirchengeschichte beschäftigt. Obwohl mich Religion interessiert und auch fasziniert und manche Kirchen für mich ganz besondere Orte sind, die ich gerne besuche (wenn auch nie zu Gottesdiensten), bin ich nicht sehr gläubig, sondern eher zweifelnd. Als Atheistin würde ich mich jedoch nicht bezeichnen, aber ich zweifle oft an der Existenz eines Gottes. Ich wurde protestantisch getauft, bin aber vor ein paar Jahren aus der Kirche ausgetreten – nicht wegen der Kirchensteuer, sondern weil ich mit Institution Kirche überhaupt nichts anfangen kann und mich auch nicht auf eine einzige Religion festlegen möchte. Eigentlich würde ich sehr gerne an etwas glauben, an eine höhere Macht, die allwissend ist, alles lenkt und auf die man sich immer verlassen kann, aber ich kann es eben einfach nicht. Ich belächle gläubige Menschen keineswegs, habe Respekt vor allen Religionen und finde es weder dumm noch naiv an einen Gott zu glauben, an welchen auch immer. Ich beneide gläubige Menschen sogar, denn aus einem Glauben Kraft, Hoffnung und Zuversicht zu schöpfen, ist eigentlich etwas Schönes, und die Gewissheit, nie tiefer zu fallen, als in Gottes Hand, hätte etwas Tröstliches. Ich weiß allerdings nicht, ob es einen Gott gibt, der das tatsächlich leisten kann, der Gebete erhört und das Schicksal der Welt lenkt. Allerdings muss es etwas oder jemanden geben, der diese Welt erschaffen hat und für alles verantwortlich ist, was sich mit dem Verstand nicht erfassen und weder wissenschaftlich noch logisch erklären lässt. Gerade wenn ich in der Natur bin oder Tiere beobachte, denke ich, dass es vermutlich doch einen Gott geben muss, der so etwas Wunderbares geschaffen hat, aber ich weiß es eben nicht.
Ich würde jetzt nicht unbedingt behaupten, dass ich ein besonders guter Mensch bin, aber ich versuche es zumindest und handle so, dass ich niemandem schade oder bewusst wehtue. Wie ich mich verhalte, muss ich jedoch nicht vor einem Gott verantworten, sondern nur mit meinem Gewissen vereinbaren können. Ich will nachts gut schlafen und mir im Spiegel selbst in die Augen schauen können. Seltsamerweise habe ich aber gerade mit Menschen, die sich selbst als besonders gute Christen bezeichnen, regelmäßig in die Kirche gehen und ihren Finger in jeden Weihwasserkessel tauchen, auf menschlicher Ebene bisher die schlechtesten Erfahrungen gemacht. Das mag Zufall sein, aber die Häufung ist schon recht auffallend. Mag sein, dass sie glauben, wenn sie sich regelmäßig zur Beichte begeben oder vor Gott ihre Verfehlungen bereuen, stünde der Zähler wieder auf Null, aber wenn es diesen Gott, an den sie glauben, tatsächlich gibt und er so gerecht ist, wie sie behaupten, sehe ich äußerst schwarz für ihr Seelenheil. Selbst für einen beruhigten Blick in den Spiegel dürfte es eigentlich schon nicht mehr reichen. Meiner Meinung nach hat moralisches und ethisches Handeln, Respekt vor dem Leben, Nächstenliebe, Mitgefühl und der Wille zum Guten nichts mit Religion zu tun. Es handelt sich dabei ja auch nicht explizit um christliche Werte, denn die großen Religionen unterscheiden sich kaum hinsichtlich solcher Gebote, Normen und Wertvorstellungen, die ein friedliches, harmonisches und respektvolles Miteinander regeln. Umso hirnrissiger ist es, dass seit Jahrhunderten im Namen der Religion Kriege geführt werden und Menschen sich die Köpfe einschlagen, weil sie sich nicht einig werden können, welcher Gott nun die einzig Wahre ist.

Fakt 3

Ich liebe Kitsch

In Büchern hasse ich nichts mehr als kitschige Geschichten, aber ansonsten umgebe ich mich sehr gerne mit Kitsch. Man sollte nicht glauben, dass ich bald 47 werde, denn in meiner Wohnung sieht es teilweise aus, wie in einem Kinderzimmer. Ich habe eine kleine Schwäche für Plüschtiere, kann nicht widerstehen, wenn ich irgendwo knuffige Plüschtierchen entdecke und denke immer, ich müsste ihnen allen ein Zuhause geben. Im Grunde finde ich es aber schön, sich auch im fortgeschrittenen Alter das innere Kind zu bewahren – wenn auch nur im Geheimen. Katzen sind meine absoluten Lieblingstiere, aber ich liebe auch Schweinchen und finde sie unglaublich süß. Außerdem sind Schweine sehr kluge und sensible Tiere, ich könnte ihnen auch ewig zuschauen, aber da ich mir keine Schweine halten kann, sammle ich sie eben – überall in meiner Wohnung befinden sich kleine Schweinchen aus Plüsch, Glas, Keramik oder Porzellan. So hat eben jeder seinen kleinen Spleen 😉.

Fakt 4

Ich hasse Shoppen

Die meisten Frauen, die ich kenne, lieben es, ausgiebig shoppen zu gehen und können stundenlang durch diverse Läden schlendern und einkaufen. Für mich ist das reinste Folter! Am schlimmsten ist es, wenn ich Klamotten oder Schuhe kaufen muss, aber selbst um Buchläden mache ich inzwischen einen großen Bogen, obwohl ich Bücher liebe. Es könnte daran liegen, dass ich selbst jahrelang im Buch- und Einzelhandel gearbeitet habe, nie Freude an diesem Beruf hatte und deshalb nicht mehr an diese Zeit erinnert werden möchte. Das Grauen fängt ja schon bei der Parkplatzsuche an, aber das Schlimmste sind die Menschenmassen, die sich durch die Einkaufsstraßen und die Läden schieben, die Gerüche, das unerträgliche Piepen der Scannerkassen, die Hintergrundmusik in manchen Geschäften und das unsägliche Warten an der Kasse. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es der lokale Einzelhandel sehr schwer hat, sich gegen die übermächtige Online-Konkurrenz durchzusetzen und hatte während meiner Selbstständigkeit selbst darunter zu leiden, dass immer mehr im Internet gekauft wird – trotzdem kaufe auch ich inzwischen überwiegend im Internet ein. Nur Lebensmittel kaufe ich im Supermarkt, und auch bei der Anschaffung von Elektrogeräten schwöre ich weiterhin auf die kompetente Beratung und den Service des Fachhandels vor Ort, aber alles andere kaufe ich nur noch online.

Fakt 5

Talente

Ich staune immer wieder über die Talente meiner Mitmenschen und bin ein wenig traurig, dass ich Fähigkeiten, die ich gerne hätte, einfach nicht habe. Manche Fertigkeiten kann man ja erlernen, wenn man sich Mühe gibt, aber für manche braucht man eben einfach das nötige Talent. So wie ich den Sportunterricht immer gehasst habe, so sehr habe ich den Kunstunterricht geliebt. Ich fand es großartig, mit Farben zu experimentieren und zu malen, war mit dem Ergebnis allerdings nie zufrieden. Über meine Noten konnte ich mich nicht beschweren, aber vermutlich hat mein Kunstlehrer auch nur honoriert, dass ich mit so viel Inbrunst, Leidenschaft und Freude an meinen Kunstwerken arbeitete. Ich male immer noch gerne, aber ich wünschte eben, ich könnte es auch.
Mit musikalischem Talent sieht es leider ähnlich dürftig aus. Dabei stamme ich aus einer äußerst musikalischen Familie und bin mit Musik großgeworden. Mein Großvater war ein großartiger Tenor und hat sogar an der Stuttgarter Oper gesungen; meine Mutter spielte früher hervorragend Klavier und hatte diverse Auftritte, aber leider habe ich ihr musikalisches Talent nicht geerbt. Ich habe es mit Gitarre versucht, aber nach ein paar Jahren Gitarrenunterricht frustriert aufgegeben – es scheiterte jedoch nicht an der Musikalität, sondern einfach an der Koordination, die eben bei vielen Instrumenten wichtig ist. Immerhin habe ich ein hervorragendes Gehör und höre jeden schiefen Ton, was beim Erlernen eines Instruments allerdings nur die halbe Miete ist. Aber ich singe gerne und oft, habe mir sagen lassen, dass die Töne auch sitzen, aber der Klang meiner Stimme ist eben einfach nicht besonders schön. Spaß macht es trotzdem, zumindest wenn niemand zuhört. Ich singe jedenfalls immer beim Autofahren, unter der Dusche und auch beim Staubsaugen 😉

Fakt 6

Eitelkeit

Ich mache mir absolut nichts aus Mode, trage ohnehin und aus Prinzip eigentlich nur schwarze Kleidung und verwende nicht viel Mühe auf die Auswahl meiner Garderobe. Allerdings bin ich ziemlich eitel und verbringe sehr viel Zeit vor dem Spiegel. Was gibt es Schlimmeres als einen Bad-Hair-Day? Wenn meine Haare nicht so sitzen, wie sie sollen, gehe ich nur ungern aus dem Haus und fühle mich den ganzen Tag unwohl. Außerdem färbe ich mir regelmäßig die Haare und finde es grauenhaft, wenn man einen Ansatz sieht. Das wird nun selbst die Menschen erstaunen, die mich schon sehr lange kennen, denn meine natürliche Haarfarbe hat seit fast dreißig Jahren niemand mehr gesehen, aber eigentlich bin ich blond. Ich bin nicht gerade hellblond, eher mittelblond, aber ich wollte eben nie eine Blondine sein. Ich war noch nicht einmal volljährig, als ich zum ersten Mal meine Haare schwarz färbte. Schwarze Haare ließen mich jedoch in Verbindung mit meiner schwarzen Kleidung aussehen wie eine Leiche, weshalb ich mich dann für einen dunkleren Braunton mit Rotstich entschieden habe, dem ich nun seit vielen Jahren treu bin. Die Färberei ist zwar lästig, aber wer schön sein will, muss eben ein bisschen leiden. Inzwischen wäre ich ohnehin nicht mehr blond, sondern schon ergraut, was mir jedoch noch weitaus weniger gefällt. In Würde altern kann ich auch noch später…
Mit zunehmendem Alter finde ich es deshalb auch immer wichtiger, diverse Alterserscheinungen, die ab 40 unweigerlich zutage treten, ein bisschen zu kaschieren. Ohne Make-Up, ordentlich getuschte Wimpern und einen schwarzen Lidstrich gehe ich jedenfalls nicht unter Menschen. Selbst wenn ich den ganzen Tag zuhause bin und mich eigentlich niemand sieht, schminke ich mich ein bisschen, weil ich mich dann einfach besser fühle.

Fakt 7

Ich bin eine Nachteule

Es ist vollkommen egal, wann ich ins Bett gehe oder wie lange ich schlafe – vor 12 Uhr funktioniert bei mir gar nichts. Ich habe morgens ohnehin schlechte Laune und bin eine furchtbare Trantüte, aber ich kann vormittags auch nicht denken und mich nicht konzentieren. Ab 20 Uhr abends laufe ich hingegen zu Hochtouren auf, habe die besten Ideen, bin kreativ und leistungsfähig und habe kein Problem, bis in die frühen Morgenstunden konzentriert zu arbeiten. Blöd ist, dass mein Tagesrhythmus mit dem meiner Mitmenschen und dem normalen Arbeitsalltag nicht kompatibel ist. Als ich noch im Handel gearbeitet habe und morgens um 9 Uhr auf der Matte stehen musste, war das die reinste Folter. Zwei Jahre lang hatte ich einen Bürojob, bei dem ich sogar schon um 7.30 Uhr an meinem Arbeitsplatz zu sitzen hatte und weiß bis heute nicht, wie ich es geschafft habe, mich wach zu halten, geschweige denn irgendwelche Leistungen zu erbringen. Als ich im zarten Alter von 38 Jahren erneut ein Studium aufgenommen habe, habe ich mir jedenfalls geschworen, dass diese Qual nun ein Ende finden muss. Glücklicherweise kann man sich an der Uni seinen Stundenplan überwiegend selbst zusammenbasteln, sodass Seminare, die vor 12 Uhr stattfanden, tunlichst vermieden wurden. In absoluten Ausnahmefällen bewegte ich mich auch mal um 10 Uhr an die Uni, aber selbst das kostete mich Überwindung. Gelernt und meine Seminar- und Abschlussarbeiten geschrieben habe ich jedenfalls nur nachts, und der Erfolg gab mir recht, denn das hat bestens funktioniert. Ich habe häufig versucht, mich ein wenig zu disziplinieren, bin um Mitternacht ins Bett und habe mir den Wecker auf 7 Uhr gestellt, um dann zu lernen oder zu schreiben, aber es hat nicht geklappt, weil mein Gehirn selbst mit ausreichend Schlaf morgens einfach nicht aufnahmefähig ist und ich nicht einen geraden Satz formulieren kann. Bei meiner freiberuflichen Tätigkeit als Museumsführerin und freie Journalistin war es mir glücklicherweise möglich, Termine so zu legen, dass ich nur nachmittags und abends arbeiten musste. Inzwischen habe ich mich damit abgefunden, dass es eben Lerchen und Eulen gibt, ich eindeutig zu letzteren gehöre und auf meine innere biologische Uhr keinen Einfluss habe, sondern mich einfach nach ihr richten muss.

So, das waren nun die 7 Fakten über mich… Kommen wir also zu meinen Nominierungen – ich würde mich über 7 Fakten von diesen Bloggern freuen und nominiere deshalb:

Kerstin und Janna von KeJas BlogBuch

Gabi von Laberladen

Rina von Ich lese

Fühlt Euch zu nichts verpflichtet – also nur, wenn Ihr Lust habt 😉

17 Gedanken zu “The Versatile Blogger Award

  1. Liebe Claudia, erst mal Danke, dass Du da mitgemacht hast :*

    Und dann stell ich fest, wir haben noch viel viel mehr gemeinsam *lach* Wie schön, dass ich mit einigen Dingen nicht allein bin! Wirst mir immer sympathischer *gg*

    Liebste Grüße
    Bine

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  2. 😀 Einige Punkte könnte ich dann schon von dir bei meinen Facts übernehmen – und lieben Dank für die „Nominierung“ (Kerstin hats noch nicht gesehen, sie ist im WE Stress hihi)

    Aber ich denke wir werden beide mit machen – man darf doch etwas umändern oder? Sonst sind wir ja bei 14 Facts, ein wenig viel – villt. teilen wir auf, jede 4?!

    War auf jeden Fall schön mal etwas hinter den Blog und die Bloggerin zu gucken (=

    Hab ein feines langes WE!

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    • Ja klar, kann man das umändern. Ihr könnt die Fakten ja unter Euch aufteilen. Sieben sollten es wohl sein, also für jede von Euch dreieinhalb 😛 Ich freue mich jedenfalls, wenn Ihr mitmacht und bin schon gespannt. Ich wünsche Euch ein wunderbares Wochenende!
      Liebe Grüße
      Claudia

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      • 😀 3 1/2 wir ein wenig schwer, wir schummeln, jede 4.
        Und da ich an einem Sonntag um diese verflixte Zeit schon wach und unterwegs bin, bereite ich den Beitrag bereits vor.
        Und PS 😉 nicht Kejas Buchblog — KeJas-BlogBuch (aber mach dir keinen Kopf, kaum einer schreibt es richtig *lach)

        Liebe Grüße
        Janna

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  3. Seltsamerweise habe ich aber gerade mit Menschen, die sich selbst als besonders gute Christen bezeichnen, regelmäßig in die Kirche gehen und ihren Finger in jeden Weihwasserkessel tauchen, auf menschlicher Ebene bisher die schlechtesten Erfahrungen gemacht. Das mag Zufall sein, aber die Häufung ist schon recht auffallend.
    ____________

    Das stimmt allerdings. Letzten Herbst hat mit so eine Kirchgängerin beim Wenden die Vorfahrt genommen, es war ein eindeutiger Fall.

    Es hat geknallt, ich habe sofort gebremst, saß da und habe vor mich hingestarrt. Ich hätte noch nicht einmal sagen können, ob ich jemanden angefahren, überfahren habe oder was passiert ist. Die Zeit hat sie nicht gebraucht, sie hat sofort das Fenster runtergekurbelt und angefangen rumzukreischen, was mir einfallen würde und sie riefe nun die Polizei. Zum Glück, wie sich zeigte.

    Den Polizisten hat sie angekrieschen, ich wäre 80 km auf der schmalen Straße gefahren. Der Polizist meinte, dass wäre gar nicht möglich.

    Dann hat sie sich geweigert, der Versicherung den Unfallbogen einzureichen, trotz mehrmaliger Nachfrage. Eine Anwältin drohte der Versicherung dann gute sechs Monate nach dem Unfall mit einem Gerichtsverfahren, worauf sich die Versicherung die Polizeiakten kommen ließ und das Geld dann auszahlte.

    Der traurige Witz ist, dass die Unfallgegnerin alle zwei Wochen einen persischsprachigen Gottesdienst predigt / leitet. Schade, dass ich nichts verstehe, sie über Anstand und Demut predigen zu hören, wäre sehr amüsant.

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    • Meiner Meinung nach hat moralisches und ethisches Handeln, Respekt vor dem Leben, Nächstenliebe, Mitgefühl und der Wille zum Guten nichts mit Religion zu tun.
      ______

      Ich werde nie vergessen, wie mir mal eine Frau vorschwärmte, wie toll sie den Buddhismus fände, weil er Respekt gegenüber anderen predigen würde. Währenddessen fuhr sie mit 50 km durch eine 30 Zone.

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      • Scheinheiligkeit, Heuchelei und Falschheit sind für mich die schlimmsten Charaktereigenschaften, die jemand haben kann und diesbezüglich ist die Häufung eben sehr auffallend.
        ——

        Mir ist gerade das Verhalten der Buddhisten in Myammar gegenüber den Moslems eingefallen. An den Brandstiftungen sind ja oft sogar Mönche beteiligt. Nicht sehr buddhistisch.

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    • Es ist schon eigenartig, dass manche Menschen glauben, ihr Selbstverständnis als Christ würde sie per se zu einem besseren Menschen machen, ganz unabhängig davon, wie sie sich verhalten. Wenn ich an die Menschen zurückdenke, die mich bisher am meisten verletzt, enttäuscht und mir am übelsten mitgespielt haben, dann waren das überwiegend streng gläubige Christen, die ihre Frömmigkeit auch sehr stark betonen. Dabei erwarte ich von ihnen eigentlich nicht mehr, als von anderen Menschen auch, aber diese Scheinheiligkeit ist eben so verlogen. Scheinheiligkeit, Heuchelei und Falschheit sind für mich die schlimmsten Charaktereigenschaften, die jemand haben kann und diesbezüglich ist die Häufung eben sehr auffallend.

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      • Die wollte bewusst mir Ärger bereiten, indem sie den Unfallbogen bei der Versicherung nicht eingereicht hat. Eine sechsmonatige Verzögerung der Auszahlung hat sie ja auch erreicht. Laut Versicherungsrecht muss sie aber alle zusätzlich entstanden Kosten tragen, ein paar Hunderter dürften da zusammengekommen sein.

        Sie hat mich am Umfallort angeschriehen, ich wäre schuld. Dabei bin ich nur die Straße langfahren, und sie hat nicht geguckt, bevor sie gewendet hat.

        Dabei war das so eine 100%te Christin, konvertiert, predigt alle zwei Wochen, den Wagen voller Flüchtlinge. Aber aufgeführt hat sie sich wie die letzte Asoziale.

        Wenn ein Unfallzeuge mich nicht geschützt hätte, wäre sie noch ganz anders über mich hergefallen.

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      • Eben dieses „bewusst“ Ärger machen, ist ja das Widerwärtige. Im Affekt kann es mal zu irgendwelchen Wutausbrüchen kommen, aber gezielt und geplant, jemandem Ärger zu bereiten, obwohl man im Unrecht ist, ist eben das Fiese. Aber wenn das Unrechtsbewusstsein fehlt, kann man da offenbar nichts machen. Mich ärgert dann nur, dass sie sich trotzdem für so unglaublich gute Menschen halten. Die schlimmsten Mobbingattacken bei der Arbeit und die größten privaten Enttäuschungen habe ich Menschen zu verdanken, die sich für besonders moralisch und christlich halten, sich nach außen präsentieren, als seien sie wahre Engel und sich für ihre guten Taten feiern lassen und trotzdem zu den abscheulichsten und hinterlistigsten Gemeinheiten fähig sind. Keine Ahnung, wie sie das mit ihrem Gewissen vereinbaren können – vermutlich haben sie keins.

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      • Mich wundert es insofern, als dass ich der Meinung bin, dass gläubige Menschen, egal ob jüdisch, islamisch, christlich oder sonstwas, eigentlich moralischer sein sollten als andere.

        Letztendlich geht es doch bei Religion darum, sich zu verbessern und anderen Leuten möglichst wenig Schen zuzufügen. Ich habe solche Leute eigenlich immer für bessere Menschen gehalten, aber die Erfahrung sagt auch mir etwas anderes.

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