Mein Monatsrückblick Juni 2017

Gelesen:

Was das Lesen anbelangt, war ich im vergangenen Monat alles andere als erfolgreich. Ich habe 4 Bücher gelesen; das waren 1664 Seiten , also durchschnittlich 55,5 Seiten pro Tag. Immerhin blicke ich wenigstens auf einen sehr abwechslungsreichen Lesemonat zurück, denn vom spannenden Psychothriller, über blutigen Vampir-Splatter, bis hin zu einem wahrhaft literarischen Meisterwerk über die Qualen der Liebe war alles dabei. Allerdings habe mir jetzt fest vorgenommen, Bücher, die mir nicht gefallen, künftig noch rigoroser abzubrechen, statt mich bis zum Ende durchzuquälen und mich in eine Leseflaute ziehen zu lassen.

Jutta Maria Herrmann - Schuld bist duDabei begann der Juni so vielversprechend, denn Jutta Maria Herrmanns Psychothriller Schuld bist du hat mir sehr gut gefallen und war so spannend, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte und nahezu in einem Rutsch durchgelesen habe. Zwischendurch war ich ein wenig irritiert, denn die Geschichte drohte immer unglaubwürdiger und absurder zu werden, aber am Ende hat mich die Autorin dann mit einer schlüssigen und logischen Auflösung überrascht.

Mats Strandberg - Die Überfahrt

Danach habe ich allerdings Die Überfahrt von Mats Strandberg gelesen, einen Horror-Thriller, auf den ich mich wochenlang gefreut hatte und der mich dann ebenso lange auf Trab hielt, weil es so nichtssagend und langweilig war, dass es mich jedes Mal Überwindung gekostet hat, wieder ein paar Seiten lesen zu müssen. Die ersten Kapitel waren noch recht vielversprechend, aber dann reihte sich nur noch ein blutiges Szenario an das nächste. Reines Gemetzel ist für mich leider weder schockierend noch spannend, sodass ich mich eine gefühlte Ewigkeit durch diesen unappetitlichen Vampir-Splatter gequält habe. Das Einzige, was in diesem Buch ein bisschen Tiefgang hatte, war das Schiff. Gute Horrorliteratur geht definitiv anders!

Jonas Winner - Murder Park

Murder Park von Jonas Winner hat mir dann aber glücklicherweise gut gefallen, mich sehr spannend unterhalten und auch wieder aus meiner zeitweiligen Leseflaute gerissen. Vor allem das Setting war außerordentlich beklemmend und sorgte für eine äußerst bedrohliche Atmosphäre. Manchmal ging mir die Geschichte allerdings ein bisschen zu schnell, aber dennoch kann ich diesen fesselnden Thriller nur weiterempfehlen.

Lena Andersson - Unvollkommene VerbindlichkeitenFür Unvollkommene Verbindlichkeiten von Lena Andersson habe ich auch etwas länger gebraucht, aber nicht weil ich mich durch die Seiten quälen musste, sondern weil ich jeden einzelnen Satz genießen wollte. Wer mich kennt, weiß, dass ich Liebesromane eigentlich nicht mag. Dabei stört es mich gar nicht, dass über die Liebe geschrieben wird, sondern nur, wie über sie geschrieben wird. Niemand entzaubert die Liebe so gekonnt und klug wie Lena Andersson. Jenseits von Kitsch und Romantik und außerordentlich intelligent und philosophisch analysiert sie das Gefühl des Verliebtseins und das Unglück der Liebe. Schon ihr letzter Roman Widerrechtliche Inbesitznahme hat mich restlos überzeugt und war im vergangenen Jahr mein unangefochtenes Lese-Highlight, aber auch ihr neuster Roman, in dem sie ihre Protagonistin Ester Nilsson erneut den Qualen der Liebe aussetzt, hat die besten Aussichten, es wieder auf den ersten Platz zu schaffen. (Meine Rezension folgt in den nächsten Tagen)

© Claudia Bett

3 Gedanken zu “Mein Monatsrückblick Juni 2017

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