Mein Monatsrückblick Juli 2017

Gelesen und gesehen:

In den letzten Wochen habe ich das Lesen und auch meinen Blog ein bisschen vernachlässigt. Ich bin ohnehin kein besonders großer Fan des Sommers, aber der Juli war mir definitiv zu heiß. Dass die Tage im Sommer länger sind, finde ich großartig, aber Temperaturen über 25 Grad kann ich leider gar nichts abgewinnen. Wenn es so heiß ist wie in den vergangenen Wochen, kann ich mich auf nichts konzentrieren, habe zu nichts Lust, fühle mich wie gelähmt und habe zu allem Überfluss dann auch noch schlechte Laune – denkbar schlechte Voraussetzungen fürs Lesen und Bloggen.

Meistens bin ich erst abends aus meiner Lethargie erwacht und habe dann noch ein bisschen gelesen. Allerdings nie besonders lange, denn ich musste ja auch noch unbedingt Game of Thrones schauen. Mitte Juli startete ja endlich die heiß ersehnte siebte Staffel dieser grandiosen Serie, aber ich wollte mein Gedächtnis ein wenig auffrischen und alle bisherigen Staffeln nochmal anschauen. Das waren immerhin stolze 53 Stunden, die ich im vergangenen Monat in Westeros und Essos verbracht habe, und ich habe wieder jede Minute genossen. Obwohl ich erst vor einem Jahr alle sechs Staffeln gesehen habe, habe ich mich nicht eine Sekunde gelangweilt, denn die Story ist so komplex und man entdeckt noch so viele Kleinigkeiten, auf die man beim ersten Mal nicht geachtet hat, stößt auf so viele Anspielungen, die erst im Nachhinein betrachtet von Bedeutung sind, dass man die Serie getrost mehrfach anschauen kann und sogar sollte. Ich liebe diese Welt, die George R. R. Martin da geschaffen hat, und obwohl ich natürlich gespannt bin, wie alles endet, würde ich mir wünschen, es wäre nie zu Ende!

Trotzdem habe ich es geschafft, im vergangenen Monat immerhin vier Bücher zu lesen. Das waren insgesamt 1552 Seiten, also durchschnittlich ca. 50 Seiten pro Tag.

Für Into the Water von Paula Hawkins, das erste Buch, mit dem ich in den Juli gestartet bin, habe ich ziemlich lange gebraucht, denn der Einstieg in die Geschichte ist leider ziemlich zäh und langweilig. Man braucht sehr viel Geduld für diesen Roman, aber das Durchhalten lohnt sich auf jeden Fall, denn wenn man die anfängliche Durststrecke überwunden hat, wird man mit einer sehr tiefgründigen, komplexen und grandios konstruierten Geschichte belohnt, die auf jeden Fall lesenswert ist. (Hier geht es zu meiner ausführlichen Rezension → klick)
Danach habe ich mich einem Krimi zugewandt, der seit Jahren ungelesen in meinem Regal schlummerte. Aber besser spät als nie! Ich bin jedenfalls froh, dass ich OstfriesenKiller von Klaus-Peter Wolf nun endlich gelesen habe, denn dieser Krimi hat mich sehr gut und spannend unterhalten, und ich werde die Ermittlerin Ann Kathrin Klaasen auf jeden Fall auch weiterhin bei ihren Ermittlungen begleiten. (Hier geht es zu meiner ausführlichen Rezension → klick)
Mein absolutes Lesehighlight im Juli war allerdings Heimweh von Marc Raabe, ein hochspannender, gut durchdachter Thriller, der teilweise auch sehr berührend war und Raabes fulminantem Debüt Schnitt in nichts nachsteht.
Etwas enttäuscht war ich hingegen von Was ich getan habe von Anna George. Der Schreibstil hat mir zwar sehr gut gefallen, aber warum das Buch als Thriller bezeichnet wird, ist mir vollkommen schleierhaft. Es ist vielmehr ein Ehedrama um häusliche Gewalt, aber bedauerlicherweise sehr langatmig. (Hier geht es zu meiner ausführlichen Rezension → klick)

© Claudia Bett

4 Gedanken zu “Mein Monatsrückblick Juli 2017

  1. Und es sind nun nur noch 3 Folgen der aktuellen Game of Thrones-Staffel *heul* uuund die nächste Staffel kommt erst ENDE 2019 😦

    „Into the water“ hab ich auch gelesen und das Debüt der Autorin musste direkt einziehen! Ich war von Beginn an drin, liebe aber genau solche ruhig Geschichten die mit den verschiedenen Wahrnehmungen spielen.

    Hab einen feinen Abend!

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    • Erst Ende 2019??? Na gut, bis dahin muss ich dann eben die ersten 7 Staffeln nochmal anschauen 😉
      „Girl on the Train“ von Paula Hawkins fand ich großartig. Hat mir ein bisschen besser gefallen als „Into the Water“.
      Ich wünsche Dir einen schönen Tag und hab‘ ein wunderbares Wochenende!
      Liebe Grüße
      Claudia

      Gefällt 1 Person

  2. Ich wünschte ich könnte mich über zu heißes Wetter beschweren, ich habe ein bisschen das Gefühl der Sommer fällt hier dieses Jahr aus :/ Auf jeden Fall Respekt, dass du den GoT-Marathon so eisern durchgezogen hast, ich stecke leider immer noch mitten in Staffel 6 und kann die neue daher noch nicht gucken…

    „Into the Water“ ist bei mir auch noch auf dem SUB und ich habe jetzt gefühlt überall gelesen, dass es im Vergleich zu ihrem Erstling ein wenig langweilig sein soll, ich bin froh dass dir zumindest die zweite Hälfte doch ganz gut gefallen hat!

    Du hast mir auch Lust gemacht, wieder mal wieder was von Marc Raabe zu lesen. Ich fand „Schnitt“ damals gut, habe seitdem aber noch nicht wieder was von ihm in die Hand genommen – das muss ich wohl mal langsam nachholen!

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    • Momentan hat der Sommer hier auch eine Pause eingelegt, aber bis letzte Woche war es hier häufig geradezu unerträglich heiß. Heute herrschen hier jedoch wieder Temperaturen, bei denen man fast darüber nachdenkt, die Heizung einzuschalten, was mir jedoch weitaus lieber ist. So ein Mittelding wäre aber schon was Feines 😉

      Mir hat Paula Hawkins Erstling besser gefallen als „Into the Water“, aber nach dem etwas zähen Einstieg und elf verschiedenen Perspektiven, an die man sich erstmal gewöhnen musste, hat es mich dann doch gepackt. Auf jeden Fall ist dieser Roman ganz grandios komponiert und gut durchdacht. Aber viele waren nun enttäuscht von ihrem zweiten Werk. Ich bin schon sehr gespannt darauf, wie es Dir gefallen wird.

      „Schnitt“ von Marc Raabe fand ich großartig und „Heimweh“ steht dem in nichts nach. Jetzt muss ich noch „Schock“ lesen und bin gespannt, ob mir das auch so gut gefällt. Ich habe es vorsorglich schon mal auf meinem SUB 😉

      Hab‘ ein feines Wochenende!

      LG Claudia

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