Montagsfrage: Wie wichtig sind dir Klappentexte/Inhaltsangaben auf der Rückseite?

Montagsfrage

Auch diese Woche möchte ich mit der Antwort auf die wöchentliche Montagsfrage von Buchfresserchen starten, die sich diesmal Laberladen ausgedacht hat.

Ja, Klappentexte bzw. die Texte, die sich auf der Buchrückseite befinden, sind für mich schon wichtig, denn sie sind für mich oft das entscheidende Kriterium, ob ich ein Buch kaufe oder nicht. Wer kauft schon gerne die Katze im Sack? Es gibt Autoren, deren Bücher ich mir anschaffe, ohne vorher den Klappentext gelesen zu haben, weil ich weiß, dass sie gute Bücher schreiben oder weil das Buch Teil einer Reihe ist, die ich gerne lese. Bei Autoren, die ich nicht kenne, informiere ich mich meistens in Literaturforen, auf Blogs oder Verlagsseiten über die Bücher, aber wenn ich einfach planlos im Buchladen nach neuem Lesestoff stöbere, lasse ich mich bei meiner Kaufentscheidung vor allem von den Klappentexten leiten. Dazu sind sie ja eigentlich auch da – sie sollen das Interesse und die Neugierde des potentiellen Käufers wecken, ihn zum Kauf anregen und sind deshalb natürlich in erster Linie Werbetexte. Leider sind sie jedoch oft so plump und nichtssagend, dass der Informationsgehalt nahezu gegen Null geht. Wünschenswert wäre es ja, wenn ein Klappentext kurz den Inhalt des Buches umreißen würde, damit ich ungefähr weiß, was mich erwartet und er in erster Linie sachlich und informativ wäre, was jedoch recht selten der Fall ist. Oft hat man nach der Lektüre eines Buches den Eindruck, dass der Autor des Klappentextes das vorliegende Buch gar nicht kannte, da nichts von dem was auf den Buchdeckeln angekündigt wurde, in dem Buch zu finden war. Da drängt sich die Frage auf, wer diese Klappentexte überhaupt schreibt? Wäre es nicht sinnvoll, der Autor selbst würde sie verfassen, da zumindest er hinreichend über den Inhalt des Buches Bescheid weiß? Auch ärgern mich Klappentexte, die bereits so viel vom Plot des Buches verraten, dass sich die komplette Lektüre eigentlich erübrigt. Oft merkt man das jedoch erst, wenn man die ersten 100 Seiten gelesen hat, was dann besonders erquicklich ist. Ganz besonders erhellend sind auch Zitate aus dem Buch, Pressestimmen wie „Grandioser Roman!“ (Bild am Sonntag) sowie einzeilige Lobeshymnen anderer Autoren. Die Botschaft des Buches transportieren sie jedenfalls nicht und über den Inhalt sagen sie auch nichts aus.
Generell finde ich Klappentexte jedoch wichtig, weil sie mir, zumindest, wenn sie gut geschrieben sind, ein Bild des Buches vermitteln und aussagekräftiger sind, als das Cover oder der Titel.